Österreich verbessert seinen Marktanteil in Brasilien

Exporte 1999 in etwa auf Vorjahresniveau, Importe gesunken -BIP-Wachstum Brasiliens für 2000 mit 3-4% prognostiziert

Wien (PWK) - Österreichische Firmen exportierten 1999 (1-11) nach Brasilien Waren im Wert von 3,13 Mrd Schilling. "Dies bedeutet einerseits zwar eine Stagnation auf dem Vorjahresniveau, andererseits sanken die Gesamtimporte Brasiliens im gleichen Zeitraum, was für Österreich einen Gewinn an Marktanteilen auf seinem wichtigsten Markt in Lateinamerika bedeutet", berichtet Hartwig Seuchter, Lateinamerika-Referent in der Wirtschaftskammer Österreich. "Und dies in einer Zeit, in der die österreichischen Exporte in die meisten anderen Staaten Südamerikas Rückgänge verzeichnen."

Es sei den österreichischen Exportunternehmen offensichtlich gelungen, zu diversifizieren und speziell den Auswirkungen der Talfahrt ihres wichtigsten Kunden, der brasilianischen Automobilindustrie, zu entgehen. Der Absatzverlust in dieser Branche konnte durch Zuwächse in anderen Wirtschaftszweigen wettgemacht werden, so Seuchter. Positive Exportergebnisse konnten vor allem bei chemischen Erzeugnissen, Medikamenten und Pharmazeutika, Metallbearbeitungsmaschinen sowie elektrischen Maschinen verzeichnet werden. Um diesen Trend zu unterstützen seien heuer praktisch monatlich Veranstaltungen der WKÖ in diesem Schlüsselmarkt Lateinamerikas geplant, berichtet Seuchter.

Der österreichische Handelsdelegierte in Rio de Janeiro, Franz Dorn, versucht durch das Angebot von speziellen "all inclusive"-Paketen Österreich-Brasilien-Österreich, die zu günstigen Preisen in Zusammenarbeit mit österreichischen Reisebüros und einer Fluglinie angeboten werden sollen, die persönliche Präsenz der österreichischen Außenhändler in Form von Geschäftsreisen mit thematischen Schwerpunkten zu fördern. Dieses Projekt soll die Vorteile einer Wirtschaftsmission mit individuellem Service, höherer Frequenz der Reisen und Abstimmung auf Veranstaltungen verbinden.

Für 2000 wird in Brasilien bereits wieder mit einer zehnprozentigen Steigerung der Autoproduktion, mit einer Erholung des Energiesektors sowie der Maschinenproduktion Brasiliens gerechnet. Selbst kritische Beobachter erwarten heuer auch eine Zunahme des BIP um drei bis vier Prozent, nach einem 0,6-Prozent-Wachstum im Vorjahr.

Gemäß dem schwächeren Wachstum 1999 entwickelten sich auch die Einfuhren aus Brasilien nach Österreich. In den ersten elf Monaten '99 betrugen diese 1,84 Mrd Schilling (-20,5 Prozent). Importiert werden vor allem Kaffee, Fruchtsaftkonzentrate, Papier, Eisenerz und Kfz, erklärte Seuchter. (Ne)

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