Allianz Gruppe in Österreich - Jahresergebnisse 1999: - Wachstumsmotor Lebensversicherung - Trendwende: Prämienplus in Schaden/Unfall - Triple A auch 1999 bestätigt

Wien (OTS) - Die Allianz Gruppe in Österreich konnte ihr Ergebnis 1999 leicht ausbauen. Das EGT belief sich auf 423,2 Mio Schilling (30,76 Mio Euro) und lag damit um 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert von 414 Mio (30,09 Mio Euro). Die börsennotierte Schaden/Unfall/Krankenversicherung, Allianz Elementar Versicherungs-AG, wird der Hauptversammlung auf das heuer erstmals zu bedienende, im Vorjahr erhöhte Grundkapital von 574,2 Mio Schilling (41,73 Mio Euro) die Ausschüttung einer Dividende von 20 Prozent vorschlagen. Ihre Tochtergesellschaft, die nicht börsennotierte Allianz Elementar Lebensversicherungs-AG, trägt mit einem Jahresgewinn von 76 Mio Schilling (5,52 Mio Euro) im Ergebnisverbund bei. Dies gab Dr. Alexander Hoyos, Vorstandsvorsitzender der Allianz Elementar Versicherungsgesellschaften, zu den vorläufigen Ergebnissen für das vergangene Geschäftsjahr in einem Pressegespräch bekannt.

Die Allianz Gruppe steigerte ihr Prämienvolumen insgesamt von 15,2 Mrd (1,11 Mrd Euro) auf 15,8 Mrd Schilling (1,15 Mrd Euro), d. h. um 3,7 Prozent. Damit zeichnet sich nach zwei Jahren der verhaltenen Entwicklung ein Aufwärtstrend ab. Bei den Zuwachsraten dominierten insbesondere die Personensparten Leben und Kranken. In der Lebensversicherung schlug ein Prämienplus von 8 Prozent zu Buche, wodurch die Einnahmen von 4 Mrd (291,1 Mio Euro) auf 4,3 Mrd Schilling (314,41 Mio Euro) stiegen. Allein das Neugeschäft punktete summenmäßig mit + 26 Prozent. Die Forcierung der Krankenversicherung greift: Eine Prämiensteigerung um 7,6 Prozent von 283 (20,54 Mio Euro) auf 304 Mio Schilling (22,1 Mio Euro) brachte im Vorjahr eine deutlich über dem Marktwachstum - lediglich plus 1,6 Prozent -liegende Entwicklung. Die jüngste Sparte der Allianz Elementar schafft damit die Trendwende mit dem Ziel, an die Marktpräsenz in den übrigen Geschäftsbereichen anzuschließen.

Ebenfalls entgegen der Markttendenz konnte im Bereich Schaden- und Unfallversicherung ein Prämienplus erwirtschaftet werden, und zwar von 10,9 Mrd (794,36 Mio Euro) auf 11,2 Mrd Schilling (810,97 Mio Euro), d. h. um 2,1 Prozent. Ein Einnahmenrückgang von 4,5 Prozent im Kfz-Haftpflichtgeschäft wirkte sich fortgesetzt dämpfend aus.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle lagen insgesamt nahezu unverändert bei 12,9 Mrd Schilling (935,23 Mio Euro). Wie im Vorjahr musste erneut eine angespannte Schadensentwicklung hingenommen werden, wobei sich speziell die Kfz-Sparten - Haftpflicht und Kasko -mit Verschlechterungen der Schadenssätze auf über 80 bzw. über 90 Prozent negativ auswirkten. Mit einem Leistungsplus von 9,1 Prozent wurden allein in diesem Segment Schadenszahlungen in Höhe von 4,3 Mrd Schilling (309,08 Mio Euro) bewegt. Im gesamten Schaden-/Unfallgeschäft gingen die Aufwendungen für Versicherungsfälle auf hohem Vorjahresniveau nur leicht zurück, d. h. von 9,1 Mrd (662,01 Mio Euro) auf 8,9 Mrd Schilling (646,09 Mio Euro), - 2,4 Prozent, in der Lebensversicherung erhöhten sie sich um 3,6 Prozent von 3,7 Mrd (265,47 Mio Euro) auf 3,8 Mrd Schilling (274,95 Mio Euro) und in der Krankenversicherung von 177 Mio (12,84 Mio Euro) auf 195 Mio Schilling (14,19 Mio Euro), +10,5 Prozent.

Die Schadensentwicklung belastete naturgemäß das versicherungstechnische Ergebnis, das mit Schwankungsrückstellungen bedient wurde. Mit einem Plus von 20,4 Prozent verschlechterte es sich von - 687 Mio (- 49,93 Mio Euro) auf - 827,5 Mio Schilling (-60,14 Mio Euro). Im Gegensatz dazu steht ein erfreuliches nichtversicherungstechnisches Ergebnis: Ein Anstieg von 1,1 Mrd (80,02 Mio Euro) auf 1,3 Mrd Schilling (90,9 Mio Euro) brachte ein Plus von 13,6 Prozent. Die Kapitalanlagen erreichten ein Volumen von 52,8 Mrd Schilling (3,84 Mrd Euro). Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Steigerung um 3 Prozent.

Die Verwaltungskosten befinden sich weiterhin im Abwärtstrend. Das Greifen von Strukturmaßnahmen bewirkte nach - 3 Prozent im Jahr 1998 ein weiteres Minus von 8,3 Prozent. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich leicht von 3895 auf 3918, speziell unter Forcierung des Außendienstanteils.

Die weltweit tätige Ratingagentur Standard & Poor's hat ihre Bonitätsbewertung im Rahmen eines Gruppenratings für die österreichischen Allianz Gesellschaften bestätigt: In beiden bewerteten Kategorien - "counterparty credit rating" und "insurer financial strength rating" - wurde die bestmögliche Bewertung "AAA" bestätigt. Der Ausblick lautet wie bisher auf stabil. Die positive Einschätzung spiegelt die starke Position der internationalen Allianz Gruppe in Europa wider. In Österreich verfügt die Allianz weiter als Einzige in der Branche über die Bestbewertung mit dem Triple A.

Insgesamt habe das Jahr 1999 prämienseitig an Dynamik gewonnen, aber die Leistungsseite stark in Anspruch genommen, so Hoyos resümierend. Der Vertriebserfolg konnte weiter gestärkt werden: Im Bereich Personenversicherung punktete - neben den bereits erwähnten Sparten Leben und Kranken - auch die Unfallversicherung mit einem Plus von 5,4 Prozent, wobei in der im vergangenen Jahr auf den Markt gebrachten Produktgeneration speziell das Unfall-Assistanceangebot besonders nachgefragt wird. Dieser Trend im Kundenverhalten zeigt sich auch in der Kfz-Versicherung: 90 Prozent des Bestandes sind mit einer Kfz-Assistance ausgestattet. In der Industrieversicherung setzten sich All Risk-Versicherungslösungen weiterhin durch. Seit der Einführung vor zwei Jahren läuft bereits etwa ein Drittel des Bestandes auf dieser Basis. Im Bereich der technischen Versicherungen erweckte die Einführung einer neuartigen Computerversicherung, "Bit & Byte", besonderes Interesse: Der Schutz von Hard- und Software gegen Viren, Netzwerk-risken - und neu am Markt - Sabotage auch durch Hacker - trifft ein hohes Bedarfspotenzial. Das Gleiche gilt für die neuen Produkte Vermögensschadenhaftpflicht für Manager (D & O) und Produktrückrufkostenversicherung.

Die Vertriebspartnerschaft mit der Bank für Arbeit und Wirtschaft AG (BAWAG) läuft fortgesetzt erfreulich. Die Planzahlen wurden im vergangen Jahr übererfüllt: Mit 40 Mio Schilling (2,91 Mio Euro) vermitteltem Prämienvolumen lag man mit 60 Prozent über den Erwartungen. Allianz und BAWAG rücken auch räumlich näher zusammen:
Erste positive Erfahrungen wurden mit so genannten "Zwillingsgeschäftsstellen" gemacht.

Ausblick:

In der Schaden- und Unfallversicherung wird eine Verstärkung des Prämienaufwärtstrends angestrebt. Die Allianz Elementar hatte 1999 in der Breitensparte Kfz-Haftpflichtversicherung keine Preiserhöhungen durchgeführt. Erst heuer wird nach dem Schadensbedarf moderat mit Anpassungen unter 5 Prozent nachgezogen, was der notwendigen Konsolidierung der Sparte dient. Maßnahmen zur Risikostraffung sollten in einem überschaubaren Zeitraum wieder zur Normalisierung der Schadensentwicklung führen. Internet als neuer Vertriebskanal für das Schaden/Unfallsegment startet: Seit vergangenem Jahr können sich Interessenten der Allianz Tarifrechner bedienen, und heuer wird mit Einführung der Abschlussfunktionalität E-Commerce Realität.

Die Krankenversicherung ist weiterhin auf Expansionskurs. Dank effizienter Maßnahmen in der Vertriebsintensivierung wird auch im laufenden Jahr ein über dem Branchenschnitt liegender Zuwachs erwartet. Die Krankenversicherungskunden dürfen sich heuer über Prämienrückerstattungen im Ausmaß von einer bzw. drei Monatsprämien freuen.

Im prosperierenden Vorsorgegeschäft positioniert sich die Allianz als einer der wenigen Vollsortimenter am Markt, was Wettbewerbs- wie Kundenvorteile bietet. International hat die Allianz mit der Übernahme des US-amerikanischen Vermögensverwalters PIMCO Advisors L. P. den Sprung auf Platz sechs in der Weltliga des Asset Managementgeschäftes geschafft. Der Einstieg ins Publikumsgeschäft mit Fondsverkauf läuft auch in Österreich erfolgreich. Der überwiegende Teil der Außendienstmannschaft ist inzwischen qualifiziert. Ein Fondsvolumen im Ausmaß von 2 Mrd Schilling (145,35 Mio Euro) wurde bereits akquiriert. Spitzenwerte in der Fonds-Performance - jüngst in 4 Kategorien durch Standard & Poor's im Rahmen der Micropal Awards ausgezeichnet - bestätigen die steigende Zahl der Allianz Fondskunden in ihrer Entscheidung.

In der Kapital gedeckten Altersvorsorge wird für das Jahr 2000 ein weiterhin freundliches Umfeld erwartet. Besonders die Überführung von Abfertigungsleistungen in Pensionskassen sollte zur Stärkung der zweiten Säule, der betrieblichen Altersvorsorge, beitragen. In diesem Zusammenhang stellte Manfred Baumgartl, Ressortvorstand, drei Zusatzforderungen. Erstens: die Aufhebung des Erlasses zur Unterbindung von Gehaltsumwandlungen - Deferred Compensation. Zweitens: die Beendigung der steuerlichen Ungleichbehandlung von Pensionskassen und Gruppenrentenversicherungen sowie drittens: die Zulassung von Rückdeckungsversicherungen an Stelle der Wertpapierbedeckung bei betrieblichen Pensionszusagen. Bei den seit Jahresbeginn steuerlich geförderten privaten Vorsorgeprodukten ortete Baumgartl eine noch verhaltene Entwicklung. Dennoch sei mit diesem ersten Schritt in Richtung Forcierung der dritten Säule auch die Hoffnung verbunden, dass der Gesetzgeber auf das international gängige Steuermodell Exempt/Exempt/Taxed einschwenken werde.

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