- 09.03.2000, 09:30:00
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Allianz Gruppe in Österreich - Jahresergebnisse 1999: - Wachstumsmotor Lebensversicherung - Trendwende: Prämienplus in Schaden/Unfall - Triple A auch 1999 bestätigt
Wien (OTS) - Die Allianz Gruppe in Österreich konnte ihr Ergebnis
1999 leicht ausbauen. Das EGT belief sich auf 423,2 Mio Schilling
(30,76 Mio Euro) und lag damit um 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert
von 414 Mio (30,09 Mio Euro). Die börsennotierte
Schaden/Unfall/Krankenversicherung, Allianz Elementar
Versicherungs-AG, wird der Hauptversammlung auf das heuer erstmals zu
bedienende, im Vorjahr erhöhte Grundkapital von 574,2 Mio Schilling
(41,73 Mio Euro) die Ausschüttung einer Dividende von 20 Prozent
vorschlagen. Ihre Tochtergesellschaft, die nicht börsennotierte
Allianz Elementar Lebensversicherungs-AG, trägt mit einem
Jahresgewinn von 76 Mio Schilling (5,52 Mio Euro) im Ergebnisverbund
bei. Dies gab Dr. Alexander Hoyos, Vorstandsvorsitzender der Allianz
Elementar Versicherungsgesellschaften, zu den vorläufigen Ergebnissen
für das vergangene Geschäftsjahr in einem Pressegespräch bekannt.
Die Allianz Gruppe steigerte ihr Prämienvolumen insgesamt von 15,2
Mrd (1,11 Mrd Euro) auf 15,8 Mrd Schilling (1,15 Mrd Euro), d. h. um
3,7 Prozent. Damit zeichnet sich nach zwei Jahren der verhaltenen
Entwicklung ein Aufwärtstrend ab. Bei den Zuwachsraten dominierten
insbesondere die Personensparten Leben und Kranken. In der
Lebensversicherung schlug ein Prämienplus von 8 Prozent zu Buche,
wodurch die Einnahmen von 4 Mrd (291,1 Mio Euro) auf 4,3 Mrd
Schilling (314,41 Mio Euro) stiegen. Allein das Neugeschäft punktete
summenmäßig mit + 26 Prozent. Die Forcierung der Krankenversicherung
greift: Eine Prämiensteigerung um 7,6 Prozent von 283 (20,54 Mio
Euro) auf 304 Mio Schilling (22,1 Mio Euro) brachte im Vorjahr eine
deutlich über dem Marktwachstum - lediglich plus 1,6 Prozent -
liegende Entwicklung. Die jüngste Sparte der Allianz Elementar
schafft damit die Trendwende mit dem Ziel, an die Marktpräsenz in den
übrigen Geschäftsbereichen anzuschließen.
Ebenfalls entgegen der Markttendenz konnte im Bereich Schaden- und
Unfallversicherung ein Prämienplus erwirtschaftet werden, und zwar
von 10,9 Mrd (794,36 Mio Euro) auf 11,2 Mrd Schilling (810,97 Mio
Euro), d. h. um 2,1 Prozent. Ein Einnahmenrückgang von 4,5 Prozent im
Kfz-Haftpflichtgeschäft wirkte sich fortgesetzt dämpfend aus.
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle lagen insgesamt nahezu
unverändert bei 12,9 Mrd Schilling (935,23 Mio Euro). Wie im Vorjahr
musste erneut eine angespannte Schadensentwicklung hingenommen
werden, wobei sich speziell die Kfz-Sparten - Haftpflicht und Kasko -
mit Verschlechterungen der Schadenssätze auf über 80 bzw. über 90
Prozent negativ auswirkten. Mit einem Leistungsplus von 9,1 Prozent
wurden allein in diesem Segment Schadenszahlungen in Höhe von 4,3 Mrd
Schilling (309,08 Mio Euro) bewegt. Im gesamten
Schaden-/Unfallgeschäft gingen die Aufwendungen für
Versicherungsfälle auf hohem Vorjahresniveau nur leicht zurück, d. h.
von 9,1 Mrd (662,01 Mio Euro) auf 8,9 Mrd Schilling (646,09 Mio
Euro), - 2,4 Prozent, in der Lebensversicherung erhöhten sie sich um
3,6 Prozent von 3,7 Mrd (265,47 Mio Euro) auf 3,8 Mrd Schilling
(274,95 Mio Euro) und in der Krankenversicherung von 177 Mio (12,84
Mio Euro) auf 195 Mio Schilling (14,19 Mio Euro), +10,5 Prozent.
Die Schadensentwicklung belastete naturgemäß das
versicherungstechnische Ergebnis, das mit Schwankungsrückstellungen
bedient wurde. Mit einem Plus von 20,4 Prozent verschlechterte es
sich von - 687 Mio (- 49,93 Mio Euro) auf - 827,5 Mio Schilling (-
60,14 Mio Euro). Im Gegensatz dazu steht ein erfreuliches
nichtversicherungstechnisches Ergebnis: Ein Anstieg von 1,1 Mrd
(80,02 Mio Euro) auf 1,3 Mrd Schilling (90,9 Mio Euro) brachte ein
Plus von 13,6 Prozent. Die Kapitalanlagen erreichten ein Volumen von
52,8 Mrd Schilling (3,84 Mrd Euro). Im Vorjahresvergleich bedeutet
dies eine Steigerung um 3 Prozent.
Die Verwaltungskosten befinden sich weiterhin im Abwärtstrend. Das
Greifen von Strukturmaßnahmen bewirkte nach - 3 Prozent im Jahr 1998
ein weiteres Minus von 8,3 Prozent. Die durchschnittliche Anzahl der
Mitarbeiter erhöhte sich leicht von 3895 auf 3918, speziell unter
Forcierung des Außendienstanteils.
Die weltweit tätige Ratingagentur Standard & Poor's hat ihre
Bonitätsbewertung im Rahmen eines Gruppenratings für die
österreichischen Allianz Gesellschaften bestätigt: In beiden
bewerteten Kategorien - "counterparty credit rating" und "insurer
financial strength rating" - wurde die bestmögliche Bewertung "AAA"
bestätigt. Der Ausblick lautet wie bisher auf stabil. Die positive
Einschätzung spiegelt die starke Position der internationalen Allianz
Gruppe in Europa wider. In Österreich verfügt die Allianz weiter als
Einzige in der Branche über die Bestbewertung mit dem Triple A.
Insgesamt habe das Jahr 1999 prämienseitig an Dynamik gewonnen,
aber die Leistungsseite stark in Anspruch genommen, so Hoyos
resümierend. Der Vertriebserfolg konnte weiter gestärkt werden: Im
Bereich Personenversicherung punktete - neben den bereits erwähnten
Sparten Leben und Kranken - auch die Unfallversicherung mit einem
Plus von 5,4 Prozent, wobei in der im vergangenen Jahr auf den Markt
gebrachten Produktgeneration speziell das Unfall-Assistanceangebot
besonders nachgefragt wird. Dieser Trend im Kundenverhalten zeigt
sich auch in der Kfz-Versicherung: 90 Prozent des Bestandes sind mit
einer Kfz-Assistance ausgestattet. In der Industrieversicherung
setzten sich All Risk-Versicherungslösungen weiterhin durch. Seit der
Einführung vor zwei Jahren läuft bereits etwa ein Drittel des
Bestandes auf dieser Basis. Im Bereich der technischen Versicherungen
erweckte die Einführung einer neuartigen Computerversicherung, "Bit &
Byte", besonderes Interesse: Der Schutz von Hard- und Software gegen
Viren, Netzwerk-risken - und neu am Markt - Sabotage auch durch
Hacker - trifft ein hohes Bedarfspotenzial. Das Gleiche gilt für die
neuen Produkte Vermögensschadenhaftpflicht für Manager (D & O) und
Produktrückrufkostenversicherung.
Die Vertriebspartnerschaft mit der Bank für Arbeit und Wirtschaft
AG (BAWAG) läuft fortgesetzt erfreulich. Die Planzahlen wurden im
vergangen Jahr übererfüllt: Mit 40 Mio Schilling (2,91 Mio Euro)
vermitteltem Prämienvolumen lag man mit 60 Prozent über den
Erwartungen. Allianz und BAWAG rücken auch räumlich näher zusammen:
Erste positive Erfahrungen wurden mit so genannten
"Zwillingsgeschäftsstellen" gemacht.
Ausblick:
In der Schaden- und Unfallversicherung wird eine Verstärkung des
Prämienaufwärtstrends angestrebt. Die Allianz Elementar hatte 1999 in
der Breitensparte Kfz-Haftpflichtversicherung keine Preiserhöhungen
durchgeführt. Erst heuer wird nach dem Schadensbedarf moderat mit
Anpassungen unter 5 Prozent nachgezogen, was der notwendigen
Konsolidierung der Sparte dient. Maßnahmen zur Risikostraffung
sollten in einem überschaubaren Zeitraum wieder zur Normalisierung
der Schadensentwicklung führen. Internet als neuer Vertriebskanal für
das Schaden/Unfallsegment startet: Seit vergangenem Jahr können sich
Interessenten der Allianz Tarifrechner bedienen, und heuer wird mit
Einführung der Abschlussfunktionalität E-Commerce Realität.
Die Krankenversicherung ist weiterhin auf Expansionskurs. Dank
effizienter Maßnahmen in der Vertriebsintensivierung wird auch im
laufenden Jahr ein über dem Branchenschnitt liegender Zuwachs
erwartet. Die Krankenversicherungskunden dürfen sich heuer über
Prämienrückerstattungen im Ausmaß von einer bzw. drei Monatsprämien
freuen.
Im prosperierenden Vorsorgegeschäft positioniert sich die Allianz
als einer der wenigen Vollsortimenter am Markt, was Wettbewerbs- wie
Kundenvorteile bietet. International hat die Allianz mit der
Übernahme des US-amerikanischen Vermögensverwalters PIMCO Advisors L.
P. den Sprung auf Platz sechs in der Weltliga des Asset
Managementgeschäftes geschafft. Der Einstieg ins Publikumsgeschäft
mit Fondsverkauf läuft auch in Österreich erfolgreich. Der
überwiegende Teil der Außendienstmannschaft ist inzwischen
qualifiziert. Ein Fondsvolumen im Ausmaß von 2 Mrd Schilling (145,35
Mio Euro) wurde bereits akquiriert. Spitzenwerte in der
Fonds-Performance - jüngst in 4 Kategorien durch Standard & Poor's im
Rahmen der Micropal Awards ausgezeichnet - bestätigen die steigende
Zahl der Allianz Fondskunden in ihrer Entscheidung.
In der Kapital gedeckten Altersvorsorge wird für das Jahr 2000 ein
weiterhin freundliches Umfeld erwartet. Besonders die Überführung von
Abfertigungsleistungen in Pensionskassen sollte zur Stärkung der
zweiten Säule, der betrieblichen Altersvorsorge, beitragen. In diesem
Zusammenhang stellte Manfred Baumgartl, Ressortvorstand, drei
Zusatzforderungen. Erstens: die Aufhebung des Erlasses zur
Unterbindung von Gehaltsumwandlungen - Deferred Compensation.
Zweitens: die Beendigung der steuerlichen Ungleichbehandlung von
Pensionskassen und Gruppenrentenversicherungen sowie drittens: die
Zulassung von Rückdeckungsversicherungen an Stelle der
Wertpapierbedeckung bei betrieblichen Pensionszusagen. Bei den seit
Jahresbeginn steuerlich geförderten privaten Vorsorgeprodukten ortete
Baumgartl eine noch verhaltene Entwicklung. Dennoch sei mit diesem
ersten Schritt in Richtung Forcierung der dritten Säule auch die
Hoffnung verbunden, dass der Gesetzgeber auf das international
gängige Steuermodell Exempt/Exempt/Taxed einschwenken werde.
Rückfragehinweis: Dr. Marita Roloff
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Allianz Gruppe in Österreich
Hietzinger Kai 101-105 1130 Wien
Tel.: 01 / 878 07 - 2010
Fax: 01 / 878 07 - 2802
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.allianz.at
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