"Kleine Zeitung" Kommentar: "Flächenbrand" (von Hans Winkler)

Ausgabe vom 9.3.2000

Graz (OTS) - Wer heute aus Österreich nach Brüssel fährt, darf keine Mimose sein. Deshalb war es von unfreiwilliger Komik, als Romano Prodi und Thomas Klestil gestern bei ihrer Pressekonferenz in Brüssel eine Mimose am Revers trugen, die ihnen von der griechischen Kommissarin Anna Diamantopoulou aus Anlass des Frauentages an gesteckt worden war. Klestil zeigte sich dankbar für die Blume und nahm sie als Zeichen der Freundschaft zwischen der EU-Kommission und Österreich.

Prodi dagegen wollte sich auf keine solchen Interpretationen einlassen. Er ließ keinen Zweifel da ran, dass die Kommission hinter den Sanktionen gegen Österreich steht und dass von ihm keine politische Initiative zu ihrer Lockerung ausgehen wird.

Prodi gab allerdings das Versprechen ab, die Kommission werde dafür sorgen, dass die Bürger Österreichs und die Unter nehmen durch die Sanktionen keinen Schaden erleiden. . Man wird sehen, ob er dieses Versprechen halten kann. Er selbst und die Kommission müssten das größte Interesse daran haben, dass die politischen Sanktionen bilateral bleben und sich nicht zu einem Flächenbrand ausweiten, von dem nicht nur Österreich, sondern die EU eine riesigen Schaden hätte. ****

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