Cerwenka: Keineswegs mehr Landesmittel für Bildung und Weiterbildung

Studie der OECD belegt, dass wesentlich mehr Förderungsmittel notwendig sind

St. Pölten, (SPI) - "Die heutigen Aussagen der VP-Landesparteigeschäftsführerin Mikl-Leitner zur Bildungspolitik beweisen wieder einmal hinlänglich, wie wenig sie von der NÖ-Landespolitik versteht. In der heutigen Pressekonferenz wurden bereits seit Jahren laufende Programme und Initiativen als angeblicher Erfolg verkauft, ja in jenen 11,4 Milliarden Schilling sind auch viele andere Budgetposten - so aus dem kulturellen Bereich - enthalten, die mit Bildungspolitik wirklich nur am Rande zu tun haben. Das laufende Landesbudget als VP-Erfolg zu verkaufen lässt zudem auf mangelnde Initiativen und Ideen in anderen Bereichen schließen. Weiters muss die streng parteipolitisch blinde Sichtweise des VP-Sprachrohres Niederösterreichs zurückgewiesen werden. So werden parteipolitisch rein schwarze Bildungseinrichtungen erwähnt, andere Einrichtungen, wie die Volkshochschulen, das Berufsförderungsinstitut sowie auch Einrichtungen der Wirtschaft finden keine Erwähnung", kommentiert der Bildungssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Helmut Cerwenka, die Aussagen.****

Augenscheinlich wird die VP-Bildungspolitik in NÖ durch folgende beispielhafte Entwicklung. Weiterbildung ist im heutigen Berufsleben unverzichtbar, die sich ständig ändernden Anforderungen in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft stellen auch die Erwachsenen im Rahmen ihres Berufslebens immer wieder vor neue Herausforderungen. Niederösterreich hat auf diesem Gebiet aber noch einen großen Nachholbedarf. Wenn man vergleicht, das im Landesbudget 2000 rund 12,7 Millionen Schilling für Erwachsenenbildung vorgesehen sind, so entspricht dies gegenüber dem Jahr 1998 einer Reduktion von rund 14 Prozent - denn im Jahr 1998 waren es noch rund 14,7 Millionen Schilling. Wenn Niederösterreich seinen Stellenwert in Sachen Erwachsenenbildung aber zumindest beibehalten will, dann ist ein Umdenken einzufordern. Andere Bundesländer pumpen wesentlich mehr Mittel in die Erwachsenenbildung - so die Bundeshauptstadt Wien rund 230 Mio. Schilling. Deshalb ist die jeder Grundlage entbehrende "Jubelmeldung" von VP-Landesgeschäftsführerin Mikl-Leitner absolut unverständlich und sicher nicht angebracht", so Cerwenka.

"Wenn wir künftigen Generationen Chancen geben, nicht nehmen wollen, muß auch ein entsprechender Mitteleinsatz gewährleistet sein. Eine zukunftsgerichtete Politik erfordert daher eine entsprechende Aufstockung der Mittel für die Erwachsenenbildung sowie entsprechende Förderinitiativen des Landes", deponiert Cerwenka seine Forderungen für die kommenden Budgetverhandlungen 2001. Die meisten Agenden im Bildungsbereich unterliegen zudem Bundeskompetenz, was zukünftig eine Privatisierung der Bildung und Verabschiedung des Staates von Teilen der Bildungspolitik - Einführung von Studiengebühren - nach sich ziehen könnte. Die blauschwarze Regierung plant bereits entsprechende Gesetzesvorschläge. Die NÖ Sozialdemokraten werden deshalb besonderes Augenmerk auf die FP/VP-Bildungspolitik richten und weiterhin gegen Studiengebühren eintreten. "Der freie Zugang zur Bildung ist eine der Grundsäulen unserer Gesellschaft, mit der Einführung von Studiengebühren ist der Weg zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft vorgezeichnet", so LAbg. Cerwenka abschließend.
(Schluss) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN