EU-Kommission genehmigt Mittel für Regionalpolitik im Burgenland

Programmplanungsdokument (EPPD) im Rahmen von Ziel 1 für das Burgenland für den Zeitraum 2000-2006 genehmigt

Wien (OTS) - Die EU-Kommission hat heute den Entwurf des Einheitlichen Programmplanungsdokuments (EPPD) zur Förderung der regionalen Entwicklung im Burgenland in den kommenden sieben Jahren genehmigt. Das Programm, das unter Ziel 1 der Strukturfonds fällt (Regionen mit Entwicklungsrückstand), sieht eine Beteiligung der Europäischen Union in Höhe von knapp 271 Mio. EUR (3,73 Mrd S) vor. Insgesamt werden diese Gemeinschaftsmittel im Burgenland Investitionen im Wert von 864 Mio. EUR ( 11,89 Mrd. S) ermöglichen, an denen der private Sektor mit 494 Mio. EUR (6,8 Mrd. S) beteiligt ist.

Das für Regionalpolitik zuständige Mitglied der Europäischen Kommission, Michel Barnier sagte zu dieser Entscheidung: "Dem Programm zur Förderung der regionalen Entwicklung im Burgenland wurde im Hinblick auf die Erweiterung eine Strategie zur Modernisierung dieser an den Außengrenzen der Union gelegenen Region zugrunde gelegt. Ich unterstütze diese Strategie, die auf die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen sowie auf die Verringerung des sozialen und wirtschaftlichen Gefälles ausgerichtet ist, voll und ganz."

EU-Agrarkommissar Fischler betonte in diesem Zusammenhang die wichtige Rolle der ländlichen Entwicklungspolitik: "Über 15% der Gesamtförderungen für das Burgenland kommen aus dem Agrarfonds der EU-Kommission. Diese 41 Mio Euro (564,17 Mio S) werden schwerpunktmäßig für Investitionen in den landwirtschaftlichen Betriebe, die Verbesserung der Vermarktungsstrukturen oder für Umweltmaßnahmen eingesetzt werden. All diese Maßnahmen sind wichtig, um die burgenländischen Bauern wettbewerbsfähiger zu machen und zugleich das enorme wirtschaftliche, soziale und kulturelle Potential der ländlichen Räume zu nützen."

Das Regionalentwicklungsprogramm für das Burgenland zielt vor allem auf die Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Unternehmen und auf die Schaffung neuer Tätigkeiten ab. Eine Neuerung in diesem Zusammenhang ist die Einführung von Risikokapitalfonds, mit denen die Wirtschaftsstruktur gestärkt werden soll.

Besonderes Gewicht wird auf Internationalisierung, Innovation und Technologietransfer gelegt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung von Kooperationsnetzen zwischen den Unternehmen. Diese Maßnahmen werden es ermöglichen, die Modernisierung des Industriesektors voranzutreiben und die Erweiterung vorzubereiten. Die Stärkung von "Kompetenzzentren" ist einer der zentralen Schwerpunkte der Entwicklungsstrategie für das Burgenland. Mit Unterstützung des Ziel-1-Programms wird es der Region gelingen, aus den Anwendungen der Informationsgesellschaft und aus der Entwicklung umweltfreundlicher Energieträger wie z.B. Biomasse Nutzen zu ziehen.

Im Rahmen des Regionalentwicklungsprogramms für das Burgenland sollen 1500 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze (insbesondere in den Bereichen Informationsgesellschaft und Unternehmensdienstleistungen) geschaffen und 3250 vorhandene Arbeitsplätze erhalten werden. Ziel ist es, das Wirtschaftswachstum in der Region zu stärken und das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen bis zum Jahr 2006 von derzeit 71% auf 77% des Gemeinschaftsdurchschnitts in der Europäischen Union zu steigern.

Das Programm wird aus den vier gemeinschaftlichen Strukturfonds finanziert, für die der EU-Kommissar für Regionalpolitik Michel Barnier (EFRE), der Kommissar für Landwirtschaft und Fischerei Franz Fischler (EAGFL und FIAF) bzw. die Kommissarin für Arbeit und Soziales Anna Diamantopoulou (ESF) zuständig sind. Die Mittel stammen zu 64% aus dem EFRE, zu 20,5% aus dem ESF, zu 15% aus dem EAGFL und zu etwa 0,5% aus dem FIAF.

Die endgültige Entscheidung über das Programmplanungsdokument für das Burgenland wird von der Kommission nach Prüfung durch die vier betroffenen beratenden Ausschüsse erlassen. Die aus diesem EPPD hervorgehenden Projekte werden dann im zweiten Halbjahr 2000 eingeleitet.

Weitere Informationen sind abrufbar unter:
http://www.inforegio.cec.eu.int

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