US-Anwalt Ed Fagan: "Die Opfer wollen nicht feilschen"

Bei Verhandlungen über NS-Zwangsarbeit keine Rücksicht auf österreichische Budgetsituation: "Man kann von den Opfern nicht verlangen, weniger Geld, als ihnen zusteht zu bekommen, weil Österreich Probleme mit seinem Budgetdefizit hat" Vorausmeldung zu NEWS Nr. 10/00 vom 9.3.2000

Wien (OTS) - Kritisch reagiert US-Anwalt Ed Fagan in der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS auf Aussagen von Bundeskanzler Schüssel zu den Verhandlungen über NS-Zwangsarbeiterentschädigung. "Der einzige Weg zu einem fairen und angemessenen Vergleich für alle Parteien führt über ehrliche Verhandlungen. Und solche kann keine Seite - weder Anspruchsberechtigte noch österreichische Regierung oder Industrie - mit Aussprüchen wie ,Wir werden nicht feilschen führen. Die Opfer wollen nicht feilschen. Sie wollen eine gerechte Entschädigung für das ihnen zugefügte Unrecht", so Fagan. Schüssel hatte in einer Parlamentssitzung erklärt, die Regierung werde jene Summe bezahlen, die sich aus den Verhandlungen ergebe und nicht feilschen.

Auf österreichische Budgetnöte wird Fagan bei den Verhandlungen jedenfalls nicht Rücksicht nehmen: "Ich bin mir der Budgetproblematik bewußt. Aber ich bin mir auch der Opfer bewusst. Von denen kann man nicht verlangen, weniger Geld als ihnen zusteht, zu bekommen, weil Österreich Probleme mit seinem Budgetdefizit hat".

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