STOISITS: KEINE WEITERE KÜRZUNGEN FÜR VOLKSGRUPPEN Grüne fordern auch ein finanzielles Bekenntnis Österreichs zu seiner gewachsenen Vielfalt

Wien (OTS) "Von der 20prozentigen Kürzung der Ermessensausgaben im Budget sind auch die Förderungen der österreichischen Volksgruppen betroffen. Eine weitere Kürzung der Fördermittel der Volksgruppen wäre jedoch ein fatales Signal", erklärt die Minderheitensprecherin der Grünen, Terezija Stoisits, die auch ein finanzielles Bekenntnis Österreichs zu seiner gewachsenen Vielfalt einfordert.
"Die kroatische Volksgruppe im Burgenland muß gar mit einer 22,3 % geringeren Förderung rechnen. Das bedeutet nicht nur weniger kulturelle und sprachliche Projekte von Volksgruppen, sondern auch Kündigungen in den Volksgruppenorganisationen.
Dadurch würde die jahrelange, kontinuierliche Arbeit der Volksbgruppen zur Pflege ihrer Sprache und Kultur erheblich gestört", stellt Stoisits fest.
Mit dem im Frühjahr 97 beschlossenen Memorandum der österreichischen Volksgruppen haben die Volksgruppenvertreter u.a. auch die Aufnahme einer Staatszielbestimmung zur Förderung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt Österreichs in die Verfassung gefordert. Der dazu eingebrachte Entschließungsantrag stieß im Parlament auf massiven Widerstand der ÖVP.

"Offensichtlich soll die Notwendigkeit eines Bekenntnisses zu und einer ausreichenden Förderung der kulturellen Vielfalt in Österreich von der schwarz-blauen Regierung wieder in Frage gestellt werden. Dabei brauchen die Volksgruppen nicht nur ausreichende finanzielle Förderung, sondern auch die Umsetzung des Staatsvertrags von Wien, die Aufwertung der Volksgruppenbeiräte und den Ausbau mehrsprachiger Kindergärten und des Schulunterrichts, um nur einige Punkte zu nennen" schließt Stoisits.

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