Jelinek lehnt Salzburg-Angebot ab

Blockade bleibt aufrecht - sonst breite Zustimmung zu Flimms Ernennung VORAUSMELDUNG NEWS 10/00 v. 9.3.00

Wien (OTS) - Elfriede Jelinek wird kein Stück für die Salzburger Festspiele schreiben. Das erklärt die Autorin in der morgen erscheinenden Ausgabe des Wochenmagazins NEWS. Der designierte Festspiel-Intendant Peter Ruzicka hatte zuvor erklärt, er wolle Elfriede Jelinek zur Aufgabe ihrer Blockade gegen österreichische Bühnen überreden. Jelinek in NEWS: "Das wird es nicht spielen. Solange diese Regierung im Amt ist, wird hier nichts von mir aufgeführt."

Jelinek äußert auch Skepsis gegenüber der bevorstehenden Ernennung Jürgen Flimms zum Schauspielchef des Festivals: "Was Flimm macht, ist Spitzenkunst, Hochpreistheater - also genau das, was mich nicht interessiert. Mich interessiert das Ungesicherte, Gewagte. Repräsentationstheater saugt den politischen Protest auf, der jetzt notwendig ist."

Ansonsten ist die Reaktion auf Flimms Kür großteils positiv bis euphorisch, wie eine NEWS-Umfrage ergibt. Gert Voss ("mit Sicherheit ein guter Mann für Salzburg"), André Eisermann ("optimal"), Helmuth Lohner ("Es wird in Salzburg mit ihm keine Sekunde langweilig"), Otto Schenk ("Wer glaubt, dass da jetzt einer in Salzburg ruhig das Werkl weiterführt, irrt - für ihn bin ich sofort erreichbar"), Ioan Holender und Flimm-Vorgänger Frank Baumbauer erweisen dem bedeutenden Theatermann ihre Reverenz.

Nur Martin Kusej hat Bedenken: "Im Vergleich zu Baumbauer und seinem Programm ist er eine Sicherheitslösung."

Mit Peter Turrini, an den ein Stückauftrag ergeht, wird Flimm innerhalb der nächsten Tage in Wien zusammentreffen.

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