ARBÖ-Tipps: Fahren und dabei sparen

Wien (ARBÖ) - Hohe Spritpreise erschüttern Österreich immer wieder. Durch vorausschauende und ökonomische Fahrweise kann der Spritverbrauch jedoch reduziert werden, dies bedeutet weniger Schadstoffe, geringere Umweltbelastung und hilft Geld sparen. Die ARBÖ-Techniker verraten einige Tipps.

Dipl.Ing. Martin Ognar, Leiter der ARBÖ-Technik: "Vermeiden sie vor allem starkes Beschleunigen und Bremsen sowie ein Fahren mit hohen Drehzahlen. Eine hochtourige 'sportliche' Fahrweise
verursacht mehr Lärm, mehr Schadstoffe und einen Mehrverbrauch von bis zu drei Liter pro 100 Kilometer."

Weitere ARBÖ-Tipps, um Sprit zu sparen:

* Der Winter neigt sich dem Ende zu. Daher sollten Dachboxen oder Dach-/ Skiträger nach Gebrauch sofort wieder abmontiert werden.
Der Luftwiderstand bewirkt eine deutliche Verbrauchssteigerung, speziell bei höheren Geschwindigkeiten.

* Schalten Sie so früh wie möglich in den nächsthöheren Gang. Ein durchschnittliches Auto benötigt bei Tempo 60 im 2. Gang zehn Liter, im 3. Gang 6,6 Liter und im 4. Gang 4,8 Liter auf 100 Kilometer. Keine Angst vor niedrigen Drehzahlen! Sowohl Kühlung
als auch Motorschmierung funktionieren auch bei geringen Motordrehzahlen einwandfrei.

* Lassen Sie den Motor nicht unnötig laufen. Stellen Sie den Motor ebenso vor einem Bahnschranken ab. Das wirkt sich ab einer Zeitspanne von etwa 50 Sekunden positiv auf den Verbrauch aus.

* Staus und Kolonnenfahrten wirken drastisch auf den Kraftstoffverbrauch. Sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit zum Beispiel von 40 km/h auf 20 km/h, verbrauchen sie doppelt so viel Treibstoff. Weichen sie Staus nach Möglichkeit schon vorzeitig
aus.

* Vermeiden sie unnötigen Ballast im Kofferraum. Pro 100 Kilogramm zusätzlicher Masse steigt der Verbrauch um etwa 0,3 Liter auf 100 Kilometer.

* Nehmen sie elektrische Extras, wie zum Beispiel Heckscheibenheizung, nur dann in Betrieb, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Die Heckscheibenheizung verursacht einen Mehrverbrauch von etwa 0,1 Liter auf 100 Kilometer. In analoger Weise bewirken natürlich auch andere zusätzliche Verbraucher (wie zusätzliche Beleuchtungseinrichtungen oder Klimaanlage) eine Erhöhung des Verbrauchs.

* Achten sie auf den richtigen Reifendruck. Ein zu geringer Reifendruck bewirkt neben einer erhöhten Abnützung eine Erhöhung des Rollwiderstandes und damit auch des Verbrauchs. Den
vorgesehenen Reifendruck entnehmen sie der Betriebsanleitung oder einem Aufkleber an Ihrem Fahrzeug.

Dipl.Ing. Ognar vom ARBÖ abschließend: "Wenn sie nur einige dieser Tipps befolgen, können Sie ein bis zwei Liter je 100 Kilometer sparen. Auf das Jahr hochgerechnet, ist das ein Minus
von einigen hundert Litern Kraftstoff. Das bedeutet weniger Schadstoffe, geringere Umweltbelastung und einige Tausender mehr
in Ihrer Brieftasche."

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