"Neues Volksblatt" Kommentar: "Rechnungen" (von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 8.3.2000

Linz (OTS) - Was bisher an Plänen der Regierung herumgeistert, ist nicht gerade zur Beruhigung angetan. Verschlechterungen bei den Pensionsregelungen, mehr Selbstbehalte im Gesundheitswesen, saftige Erhöhungen für Kraftfahrer stehen für ein Konsolidierungsprogramm, das einem neuen Sparpaket nahe kommt. Zugegeben: Die Regierung versucht alles, um auf der Ausgabenseite einzusparen. Doch schon jetzt werden die Grenzen des Machbaren deutlich. Wer - wie etwa der Verteidigungsminister - gerade genug hat, um den Betrieb aufrecht zu erhalten, kann nicht noch mehr einsparen, ohne Konkurs anzumelden.

Der Hinweis auf das Erbe Edlingers entlässt die neue Regierung nicht aus der Pflicht, ihr angekündigtes neues Regieren auch unter Beweis zu stellen und bei all ihren Vorhaben auch die sozialen Komponenten zu berücksichtigen. Im Klartext: Wer den unteren Einkommensschichten Opfer abverlangt, sollte auch den oberen Schichten welche abverlangen, einerlei ob durch soziale Staffelung aller Transferleistungen oder durch Wiedereinführung der Vermögenssteuer.

Eines sollte ÖVP und FPÖ klar sein: Wer SPÖ, Grünen und ÖGB in die Hände spielt, sollte sich nicht wundern, schon bei den AK-Wahlen die entsprechende Rechnung präsentiert zu bekommen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PVL/OTS