Mosambik: Ferrero-Waldner stellt weitere 10 Millionen Schilling Soforthilfe zur Verfügung

Sicherung der Trinkwasserversorgung und Wiederaufbau mit österreichischem Know-how=

Wien, 6.3.2000 (OTS) Angesichts der sich dramatisch verschlechternden Lage in Mosambik hat Außenministerin Benita Ferrero-Waldner erneut reagiert. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium stellt weitere 10 Millionen Schilling an Soforthilfe zur Verfügung. Die Sicherung der Trinkwasserversorgung in der Provinz Sofala sowie der nun bald einsetzende Wiederaufbau stehen im Zentrum der Hilfsmaßnahmen.

Die katastrophale Situation in Mosambik verschlechtert sich täglich. Angesichts dessen hat die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit weitere 10 Millionen Schilling an Soforthilfe bereitgestellt. Bereits in der letzten Woche wurden 4 Millionen Schilling aus dem Budget der Entwicklungszusammenarbeit bereitgestellt, eine weitere Million Schilling soll aus der Katastrophenhilfe im Bundeskanzleramt kommen. "Wir müssen jetzt schnell reagieren und vor allem in jenen Bereichen und Regionen aktiv werden, wo wir sinnvoll helfen können", meint Außenministerin Ferrero-Waldner. "Mosambik ist seit vielen Jahren unser Partnerland. Wir haben Büros und Koordinatoren vor Ort und können so gezielt agieren und unser Know-how einbringen."

Die österreichische Hilfe konzentriert sich auf die Provinz Sofala, die schon bisher eine Schwerpunktregion der Entwicklungszusammenarbeit war und wo Vor-Ort-Strukturen vorhanden sind. Rund 4,5 Millionen Schilling sind für die rasche Sicherstellung der Trinkwasserversorgung vorgesehen. Die restlichen Mittel gehen in den Wiederaufbau. So sollen an die 700 Häuser neu errichtet werden, Transportmittel müssen dafür angemietet werden, die landwirtschaftlichen Strukturen (Böden, Saatgut) müssen nach Zurückweichen der Fluten wiederhergestellt werden.

Österreich leistet seit der Unabhängigkeit des Landes 1975 Entwicklungszusammenarbeit in Mosambik. Seit Anfang der Neunzigerjahre ist das Land im südlichen Afrika eines von acht Schwerpunktländern der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Seit 1994 ist die Provinz Sofala eine Schwerpunktregion, für die im laufenden Jahr Ausgaben in der Höhe von 50 Millionen Schilling budgetiert sind.
Schwerpunkte der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit bilden u.a. der Bereich Trink- und Nutzwasserversorgung, Minenräumung, Demokratieentwicklung (Medienprojekte und Capacity Building), landwirtschaftliche Beratung und die Förderung von Mikro-, Klein-und Mittelbetrieben. 1998 wurden Mosambik Schulden aus ÖEZA-Krediten im Ausmaß von 130,6 Millionen Schilling erlassen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressesprecher der Frau Bundesminister: Mag. Johannes Peterlik, Tel.
01/53115-3265

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit im
Außenministerium, Informationsbüro, c/o ikp, Tel. 01/524 77 90-44

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IKP/IKP