Gurt sei Dank gilt für Groß und Klein

5 Todesopfer waren in der Vorwoche nicht angegurtet - das Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden, ist für Gurtenmuffel siebenmal so hoch als für angegurtete.

Wien (OTS) - In der Vorwoche waren fünf Todesopfer nicht angegurtet. "Wir müssen den Autofahrern eindringlich vermitteln, daß der Gurt der Lebensretter bei einem Unfall sein kann," so KfV-Direktor Dr. Othmar Thann, "schon ein Aufprall mit 50 km/h entspricht einem ungebremsten Sturz aus dem dritten Stockwerk oder aus 10 Metern Höhe. Die ungeahnten Kräfte, die auf einen ungesicherten Insassen bei so einem Unfall einwirken, sind vielen Autofahrern gar nicht bewußt."

Ihr Leben kann an einem Sicherheitsgurt hängen. Trotzdem ist jeder vierte Österreicher ohne Gurt unterwegs, rund ein Drittel der Kinder fährt völlig ungesichert mit. Nicht selten tollen Kinder zwischen den Vordersitzen herum, als wäre das Auto ein rollender Spielplatz.

Das Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden, ist für große und kleine Gurtenmuffel siebenmal so hoch wie für angegurtete. Durch konsequente Verwendung von Gurt und Kindersitz könnten pro Jahr zahlreiche Menschenleben gerettet werden.

Aktuelle Unfallbilanz

Am Donnerstag, den 9. März 2000, um 9.30 präsentiert das Kuratorium für Verkehrssicherheit gemeinsam mit dem Innenminister Dr. Ernst Strasser und der Statistik Österreich die aktuellen Unfallzahlen des Vorjahrs im Vienna Hotel Plaza. Aufgrund der steigenden Tendenz gibt die Bilanz Anlaß zur Sorge.

Unfallbilanz der Vorwoche:

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 12 PKW-Insassen (davon 10 Lenker), 1 Lkw-Lenker und 1 Motorrad-Lenker ihr Leben.

Als vermutliche Hauptunfallursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (7), Übermüdung (2) und Unachtsamkeit (1) festgestellt werden. Bei zwei Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. Alkoholisierung war bei einem Verkehrsunfall Mitursache. 6 der 12 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren so genannte "Alleinunfälle". 5 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet.

Vom 1. Jänner bis zum 5. März dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 115 Verkehrstote, (30-Tages-Fristabgrenzung bis Ende Jänner berücksichtigt) im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 145 Menschen tödlich.

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