Abfallverband Schwechat zieht Abfallbilanz

Start von Umweltwochen mit "Rostkutschen-Aktion"

St.Pölten (NLK) - Anhand der aktuellen Abfallmengen des Jahres
1999 zog der Abfallverband Schwechat (AWS) kürzlich Bilanz über die neunziger-Jahre. Die unübersehbare Tendenz von mehr Müll wurde dabei aber nicht nur negativ bewertet, weil eine höhere Recyclingquote auf eine bessere Abfalltrennung der Bevölkerung hinweist.

Zählt man alle Abfälle zusammen, so stieg das Abfallaufkommen seit 1993 von 13.000 Tonnen auf 21.000 Tonnen im Jahr 1999 kontinuierlich an. Durch die Einführung der getrennten Sammlung im Jahr 1993 gab es allerdings in diesem Jahr einen starken Rückgang im Abfallaufkommen. "Profitiert" von der Abfalltrennung hat vor allem das Restmüllaufkommen, das von 1992 auf 1993 um fast die Hälfte reduziert wurde. Seither steigt das Restmüllaufkommen wieder leicht an, von 1998 auf 1999 um 6 Prozent.

Positiv wird vom Abfallverband die Zunahme bei der getrennten Sammlung bewertet: Altpapier- und Bioabfallmengen steigen, lediglich die Altglasmengen sind rückläufig. Sorge bereiten dem Abfallverband die dramatisch steigenden Sperrmüllmengen. Untersuchungen haben gezeigt, dass rund 50 Prozent des Sperrmülls, der bei den Abfallsammelzentren angeliefert wird, aus Restmüll besteht. Restmüll wird daher in Zukunft von den Abfallsammelzentren nicht mehr übernommen.

Neue Impulse in der Abfallwirtschaft erwartet sich der AWS auch vom "Windel-Spar-Paket", das seit Projektbeginn 1998 bereits neun Prozent der Eltern zum Umstieg auf Mehrwegwindeln animiert hat, und von einem Forschungsprojekt, bei dem in zehn Wohnhausanlagen mit 630 Haushalten Maßnahmen zur Verbesserung der Abfalltrennung erprobt werden. Grund für das Projekt ist die im Vergleich mit Einfamilienhäusern mangelhafte Abfalltrennung in Wohnhausanlagen. Erste Ergebnisse sind zu Ende des Sommers zu erwarten, das Projekt wird im Herbst 2000 abgeschlossen.

Vom 6. bis 25. März veranstaltet der AWS in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Umweltwochen mit verschiedensten Aktionen und Veranstaltungen. Zum Abschluss wird erstmals der "AWS-Umweltpreis 2000" vergeben. Mit einer Dotation von 30.000 Schilling sollen regionale Umweltprojekte und Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung besonders gewürdigt und vor den Vorhang geholt werden. Einreichungen sind noch bis 10. März möglich.

Kernpunkt der Umweltwochen ist die "Rostkutschen-Aktion", bei der zum besonders günstigen Preis von 500 Schilling Altautos vom AWS abgeholt und entsorgt werden. Ziel der Kampagne ist es, Landschaften, Bauparzellen und Gärten von Altautos zu befreien und damit auch eventuelle Umweltgefahren zu vermeiden.

Nähere Informationen beim Abfallverband Schwechat unter der Telefonnummer 02230/2418-12, Johanna Leutgöb.

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