Rahmenbedingungen für Unternehmer müssen verbessert werden

Leitl: Unternehmersein soll wieder Freude machen -WKÖ-Belangsendung am 8. März

Wien (PWK) - Die Qualität eines Wirtschaftsstandortes wie Österreich steht und fällt mit der Frage, wie der Staat seine Unternehmen behandelt. Dabei geht es nicht allein um Verdienstmöglichkeiten oder die Höhe von Steuern und Abgaben. Der designierte Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, bringt die Sache auf den Punkt:

"Es gibt so viele Klein- und Kleinstunternehmer, die rackern ihr Leben lang ohne Urlaub, können sich keinen Krankenstand leisten und bei der 40-Stunden-Woche, da lachen sie nur, 60, 80 und mehr Stunden. Und wer sagt ihnen einmal ein Dankeschön. Es ist ungeheuer wichtig, dass man ihnen einmal Ermutigung gibt, dass man Rahmenbedingungen schafft, dass sie Freude haben und dass damit auch die nachfolgende Generation motiviert wird, das Geschäft zu übernehmen. Denn nichts ist trauriger, wenn junge Leute sagen, liebe Eltern, das was ihr da mitmachts, das tun wir uns nicht an."

Die Interessenvertretung der Wirtschaft nimmt ihre Aufgabe, die Rahmenbedingungen für Unternehmer kontinuierlich zu verbessern, wahr und hat ihre Forderungen an die neue Regierung bereits frühzeitig deponiert, so Leitl: "Es muss einmal darum gehen, dass Unternehmer sein in diesem Land wieder Freude macht, man weniger Gesetze hat, die seinen Handlungsspielraum einengen, dass man weniger Steuern hat, die einem die Lust am Verdienen nehmen, dass man die Möglichkeit hat, wenn man Gewinne im Betrieb drinnen lässt, reinvestiert, man steuerlich besser gestellt wird. Dass man insgesamt das Gefühl hat, dass man als selbständig Wirtschaftstreibender von diesem Land, von seiner Regierung, von den öffentlichen Stellen, von den Institutionen und von den Leuten geschätzt wird."

Dr. Christoph Leitl als designierter Präsident der Wirtschaftskammer hat dazu eine Charta der wirtschaftlichen Freiheiten entworfen. Darunter versteht er in erster Linie: "Die Möglichkeit, sich zu bewegen, seine Ideen umzusetzen, ohne ständig an irgendeinem Paragraphen anzustoßen. Wir haben einen Wust von Gesetzen, von Vorschriften. Da erwarten sich die Leute, dass sie eine starke, wirtschaftliche Interessenvertretung an ihrer Seite haben, die zu ihnen steht und die ihre Interessen vertritt. Und das haben wir uns vorgenommen."

Gleichzeitig achtet die Wirtschaftskammer auch darauf, dass die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen etwa durch die hohen Energiekosten nicht unter die Räder kommt. Mit Erfolg, wie Dr. Leitl betont. Leitl: "Also eine meiner ersten Forderungen an die neue Regierung war, in ihr Programm aufzunehmen, dass die Energieliberalisierung nicht nur für einige wenige Großbetriebe Vergünstigung und preisliche Ermäßigung beim Bezug von Energie bringt, sondern diese günstigere Einkaufsmöglichkeit muss auch für die mittleren und kleineren Betriebe gelten. Und ich bin eigentlich recht stolz darauf, dass diese Anregung und diese Forderung der Wirtschaft in das Regierungsprogramm aufgenommen worden ist." (pt)

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