"NEIN" zu Deckelungen im Gesundheitswesen

NÖ - Ärztekammer: Regulierungsmechanismen in der Medizin gehen immer auf Kosten der Patienten

Wien (OTS) - "Wir Ärzte sind bereit Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen mitzutragen, solange sie keine Einschränkung in der Qualität der medizinischen Versorgung unserer Patienten bedeuten. Zu Regulationsmechanismen, die unweigerlich negative Auswirkungen auf die Behandlungsqualität mit sich bringen, sagen wir ein klares NEIN!" Dieses Ergebnis präsentierten am Samstag, den 04.März 2000 die Spitzen der NÖ - Ärztekammer nach Ihrer Präsidialklausur in Krems.

"Wir haben volles Verständnis für die Sparpolitik der Bundesregierung und wissen, daß es auch im Gesundheitswesen zu Änderungen kommen muß. Jedoch sind alle Verantwortlichen - auch wir Ärzte - angehalten, alles zu unternehmen, daß diese Maßnahmen niemals zu einer Verschlechterung in der Patientenversorgung führen" so MR Dr. Gerhard Weintögl, Präsident der NÖ - Ärztekammer.

Weintögl begrüßte in diesem Zusammenhang die Initiativen des neuen Gesundheits-Staatsekretärs Univ.-Prof. Dr. Waneck, der in Form ständiger Gesundheits-konferenzen sämtliche im Gesundheitswesen tätige Institutionen in die wesentlichen Entscheidungen einbinden möchte. Für den Ärztechef ein richtiger Schritt, um endlich zu gemeinsamen Lösungen zu finden.

"Als Arzt kennt Dr. Waneck die tatsächlichen Probleme des Gesundheitswesens sehr genau", so Weintögl weiter, "und ich bin überzeugt, daß auch er ein Gegner radikaler Veränderungen zu Lasten unserer Patienten ist. Besonders eindringlich wollen wir Ärzte vor Entwicklungen warnen, die - ähnlich wie in Deutschland -Regulationsmechanismen im Gesundheitswesen als Maßnahmen der Kosteneinsparungen sehen. Dies ist sicherlich die schlechteste Form einer Budgetkonsolidierung, denn sie geht ausschließlich auf Kosten der Qualität der medizinischen Versorgung der Bevölkerung"

Der Ärztekammerpräsident bekennt sich offen zur aktiven Mitarbeit der Ärzteschaft an konstruktiven Modellen zur Sicherung einer zeitgemäßen, modernen Gesundheitsversorgung für die österreichische Bevölkerung. Qualitätsgesicherte Maßnahmen zur Medikamenteneinsparung, Strukturänderung im Sozialversicherungsbereich und Ausweitung der Präventivmedizin sind laut Weintögl schon seit vielen Jahren Wunsch der Ärzteschaft.

"Wo immer aber zu Lasten der Patienten Vorgaben über eine bestimmte Anzahl von Behandlungen bzw. Budgetvorgaben für Medikamente gemacht werden, ist die derzeitige Form der modernen medizinischen Behandlung in Gefahr. Wir Ärzte sehen es daher als unsere Pflicht an , im Sinne unserer Patienten vor derartigen Entwicklungen zu warnen. Wir werden uns aus diesem Grund unaufhörlich für die Wichtigkeit der Erhaltung einer uneingeschränkten Behandlungsqualität und gegen jeden Rationierungsgedanken bei ärztlichen Leistungen artikulieren." so der Ärztechef abschließend.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Ärztekammer für NÖ,
Pressestelle
Tel.: 01/53751 - 221 DW

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS