"Kleine Zeitung"-Kommentar: "Schulterschluss" (Von Antonia Gössinger)

Ausgabe vom 6. März 2000

Graz (OTS) - "Absolut illegitim" sei es, wenn ausländische Politiker zum Sturz der österreichischen Regierung auffordern und eine "absolute Dummheit" seien Einschränkungen von Wissenschaftsaustausch und Städtepartnerschaften.

Der "Sanktionswettlauf" der EU-Staaten gegen Österreich müsse gestoppt werden. Also sprach gestern der designierte SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer.

Für ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat war das viel zu wenig. Dabei war, was Gusenbauer gesagt hat, schon viel, viel mehr, als man bisher von Sozialdemokraten zur Situation zwischen der EU und Österreich zu hören bekam. Freilich wäre es wünschenswert gewesen, hätten führende Sozialdemokraten schon viel früher solche Klarstellungen getroffen wie Gusenbauer: dass sich das Ausland die österreichische Regierung nicht aussuchen kann und nicht ganz Österreich für die verbalen Fehlleistungen eines Einzelnen bestraft werden darf.

Anstatt Wortklauberei zu betreiben soll die Kanzlerpartei ÖVP den designierten SPÖ-Chef hinsichtlich seiner Bereitschaft zum "Schulterschluss zur Schadensbegrenzung" beim Wort nehmen. ****

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