Pröll: Pendlern das Leben erleichtern

Kritik an "Bremsmanövern" der ÖBB

St.Pölten (NLK) - "Auch beim öffentlichen Verkehr gilt: Wir haben in Niederösterreich noch viel vor", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Sonntag in der Radiosendung "Forum Niederösterreich". Es gehe darum, die Pendler zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr zu motivieren und ihnen gleichzeitig das Leben zu erleichtern. Allein in den letzten Tagen wurden vier Maßnahmen gesetzt, für die das Land rund 40 Millionen Schilling aufwendet: Erweiterung der Park-and-ride-Anlage in St.Andrä-Wördern, Beteiligung am Stadtbus Zwettl, Entschärfung von fünf unfallträchtigen Eisenbankreuzungen, Vertragsunterzeichnung für den Ausbau der Park-and-ride-Anlage in Tulln, die die drittgrößte Niederösterreichs sein wird.

Der Landeshauptmann verwies auf das Ziel, bis 2005 40.000 Pkw-Stellplätze entlang des niederösterreichischen Schienennetzes zu schaffen: "Wir liegen auf dem richtigen Kurs, derzeit gibt es bereits 23.000 Stellplätze, von denen 6.000 in den letzten Jahren geschaffen wurden. Das Land hat dafür 120 Millionen Schilling aufgewendet."

Ab dem Fahrplanwechsel im Mai werden auch auf der Westbahn "Wiesel-Züge" - das Land investiert für 180 Doppelstockwaggons 1,7 Milliarden Schilling - verkehren, kündigte Pröll an. Auf der Südbahn fahren zwischen Wien und Mödling bereits alle 6 Minuten Züge, das entspreche der Frequenz der Wiener U-Bahn, sei aber wesentlich kostengünstiger als eine Verlängerung der U-Bahn. Ab Herbst wird auch auf der Badner Bahn der 7,5-Minuten-Takt kommen.

Pröll übte auch Kritik an "Bremsmanövern der ÖBB". So liege ein fertig ausverhandelter Vertrag über den Schnellbahn-Ausbau im niederösterreichischen Zentralraum seit zwei Monaten unterschriftsreif auf Eis. Auch das Vorgehen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Flughafen-Schnellbahn kritisierte der Landeshauptmann. "Ich erwarte, dass sich auch die ÖBB mehr anstrengen, um den Pendlern mehr Lebensqualität zu bieten", so Pröll.

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