Svihalek nennt Pläne für Bike 2000-Initiative

Zulassungen von motorisierten zweirädrigen Fahrzeugen haben sich seit 1988 verdoppelt

Wien, (OTS) Verkehrsstadtrat Fritz Svihalek hat am Freitag im Technischen Museum die Pläne für die Initiative - Bike 2000 bekannt gegeben. Die Mobilitätsbedürfnisse der Wiener Bevölkerung und der Wiener Wirtschaft haben die Grenze der Belastbarkeit im Verkehrsgeschehen erreicht. Es ist der Zeitpunkt gekommen, wo man
an Alternativen denken muss. Bestehende Trends müssen
wahrgenommen, genutzt und umgesetzt werden. Die Entwicklung der motorisierten Einspurigen in Wien zeigt, wie in anderen europäischen Großstädten, einen eindeutigen Aufwärtstrend. So wurden zu Beginn der neunziger Jahre ca. 3.000 Neuzulassungen von motorisierten Einspurigen registriert, 1999 waren es bereits über 7.600. Der Bestand an motorisierten, einspurigen Kraftfahrzeugen
in Wien nähert sich der 60.000er Marke. Die Hälfte der Bike-Fahrer sind sportlich orientiert. Waren 1988 noch 17.000 Motorradfahrer
auf Wiens Straßen unterwegs, so sind es inzwischen rund 40.000. Allein im Jahr 1999 registrierte man 3.114 Neuzulassungen in der Kategorie Motorräder. Ingesamt wurden 1999 7.641 motorisierte einspurige Fahrzeuge in Wien zugelassen.****

Auf zwei Rädern motorisiert unterwegs zu sein hat viele Vorteile

Die motorisierten Einspurigen stellen eine praktische Alternative zum PKW dar. Für viele, denen das Fahrrad zu beschwerlich, der Zugang zu den Öffentlichen Verkehrsmittel nur erschwert möglich ist, der PKW im Betrieb zu teuer oder zu wenig umweltbewusst ist, nutzen die Vorteile von motorisierten, einspurigen Fahrzeugen.

Die Vorteile von motorisierten einspurigen Fahrzeugen sind

- flexibler, günstiger Einsatz im Stadtverkehr, geringer Bedarf an

öffentlichen Ressourcen (geringer Flächenbedarf),
- schneller Zugriff, da keine Parkplatzprobleme und keine

Gebühren,
- geringes Gewicht, weniger Treibstoffverbrauch und dadurch

weniger Emissionen, und billiges, alternatives, modernes Verkehrsmittel.

Mehr einspurige Fahrzeuge bedeuten:

  • weniger Stau,
  • durch geringen Platzbedarf im Fließ- und ruhenden Verkehr können

öffentliche Flächen höherwertiger genutzt werden,
- durch die PKW-Nutzung mit einem derzeitigen Besetzungsgrad in

Wien mit ca. 1,25 Personen/PKW werden öffentliche Flächen vergeudet.

Fachmesse BIKE 2000 - im Herbst des Vorjahres war ein Erfolg

Rund 60.000 Besucher wurden bei der im November 1999 veranstalteten Fachmesse gezählt. Von den 5.000 Info-Foldern mit einer beigeschlossenen Umfrage, die am Infostand der Magistratsabteilung 46 auflagen, wurden 37 Prozent ausgefüllt und abgegeben.

Die Umfrageergebnisse zeigen eindeutig, dass bei den einspurigen KfZ-Lenkern ein hohes Maß an Sicherheitsbewusstsein, Mündigkeit und Eigenverantwortung gegeben ist und das Bestreben besteht, für die Verkehrssicherheit auch persönlich etwas zu tun. Z.B. würden 99 Prozent der Befragten Gefahrstellen für Einspurige melden, 90 Prozent sind an einem Fahrtraining interessiert.
Für Stadtrat Svihalek war das Umfrageergebnis ein zusätzlicher Grund, noch mehr für die Verkehrssicherheit der BIKER zu tun. Allein der Umstand, dass fast 2.000 Menschen an der Umfrage teilgenommen haben zeigt wie wichtig dieses Thema ist und wie viel Nachholbedarf besteht.

Sicherheitsaktion der Stadt Wien und der Wiener Polizei

Die Stadt Wien hat für heuer ein umfassendes Aktivitätenprogramm zusammengestellt. Gemeinsam mit der Wiener Polizei, dem ARBÖ, dem KfV und weiteren Partnern will man Aktivitäten zur Hebung der Verkehrssicherheit setzen. Vor allem für die praktische Fahrausbildung gibt es für alle Biker ab Ende April 2000 die Möglichkeit, am neuen Verkehrsübungsgelände in Wien Aspern unter Anleitung von Beamten der Wiener Polizei am Fahrzeug
zu üben. Weiters sind Kooperationen mit Medien und Informationsveranstaltungen für motorisierte einspurige KfZ -Lenker geplant.

Die Eröffnung des neuen Verkehrsübungsgeländes der Stadt Wien findet Ende April 2000 statt. Vier weitere Verkehrssicherheitsveranstaltungen sind für heuer vorgesehen. Schwerpunkte sind praktische Fahrsicherheitstraining, Sicherheitstipps und kostenlose Informationsveranstaltungen.

Aktion "Der 3. Weg" wird forciert

Der technische Fortschritt ermöglicht es nunmehr, umweltfreundliche Alternativen zum Verbrennungsmotor auf den Markt zu bringen. Elektrobikes stellen inzwischen mit einer Reichweite
von mehr als 30 km eine sinnvolle, umweltbewusste Alternative im Stadtverkehr dar. Die Stadt Wien fördert bisher erfolgreich Elektrofahrzeuge mit 20 Prozent des Kaufpreises. Bisher wurden annähernd 1 000 Roller, Fahrräder und auch zwei Elektroautos auf diese Art finanziell unterstützt.

Garagenaktion der Stadt Wien für motorisierte Einspurige

Weiters plant die Stadt Wien gemeinsam mit der APCOA Parking
AG eine Aktion, in der wienweit an 25 attraktiven
Garagenstandorten ca. 350 witterungsgeschützte und gesicherte Stellplätze für motorisierte Einspurige zu einem Sondertarif angeboten werden.

Fachinformation für Biker

Es wird eine Info CD-Rom der Stadt Wien produziert, die Produktinformationen, Vergleichstests sowie wertvolle Sicherheitstipps und auch interessante Neuheiten aus der Zweirad-Szene beinhaltet. (Schluss) hl

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