FORMAT: Abhörverdacht - Bundespräsident Klestil ließ Amtsvilla auf Wanzen untersuchen

"Sondereinheit Observation" (SEO) des Innenministeriums wegen "Knistern und Knacksen" im Präsidententelefon tagelang im Einsatz

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hegte Bundespräsident Thomas Klestil in der "heißen Phase" der Regierungsbildung Mitte Jänner den dringenden Verdacht, die Telefonanlage seiner Amtsvilla in Wien-Döbling werde abgehört.

Mit dem Hinweis, in der Leitung sei "ständig ein Knistern und Knacksen" zu hören, wandte sich das Staatsoberhaupt mit der Bitte um Nachschau an den damaligen Innenminister Karl Schlögl - zu einem denkbar heiklen Zeitpunkt: In der Woche zwischen 17. und 22. Jänner, in der es zum Bruch der rot-schwarzen Koalition kam und der Präsident in ständiger telefonischer Verbindung mit in- und ausländischen Spitzenpolitikern stand, nahm die "Sondereinheit Observation" (SEO) die Privaträumlichkeiten des Präsidentenehepaares eingehend unter die Lupe.

Ergebnis des diskreten Einsatzes, der FORMAT gegenüber vom Innenministerium bestätigt wurde: Das "Knistern und Knacksen" rührte nicht von illegalen Lauschangriffen her, sondern von der überalterten Telefonanlage der Präsidentenvilla. Empfehlung der SEO in ihrem Abschlußbericht: Austauschen und auf den zeitgenössischen Stand der Technik bringen.

Rückfragen: Andreas Weber,
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