"profil": Strahammer: Privatisierungsdebatte verunsichert Börse

VA Stahl-Chef hält Vorschläge des Finanzministers zu Organbesetzungen in ÖIAG-Unternehemen für "sicherlich nicht sehr förderlich" - kann sich ÖIAG-Rückzug unter Sperrminorität vorstellen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in
seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, kritisiert
der Generaldirektor der VA Stahl AG, Peter Strahammer,
die Art, wie die Privatisierungsdebatte derzeit von
Regierungsseite geführt wird. Die von Finanzminister Karl-
Heinz Grasser in der Vorwoche angeregte Diskussion
darüber, ob eine hundertprozentige Privatisierung von VA
Stahl, VA Tech, Böhler-Uddeholm, der AUA, der OMV
sowie der Post erfolgen solle, hält Strahammer "im
Moment für nicht konstruktiv", weil es "als Andeutung
von etwas, das nicht konkretisierbar ist", die Märkte
verunsichere.

Schon zuletzt habe die Regierung Unsicherheit in die
Aktienmärkte getragen, indem der Finanzminister die
personelle Zusammensetzung der Gremien in jenen
Gesellschaften öffentlich in Frage gestellt habe, in denen
die ÖIAG Beteiligungen hält. Das sei "sicherlich nicht sehr förderlich" gewesen, meint Strahammer. Derzeit hätten es
die Anleger nämlich mit "berechenbaren Organen zu tun,
die so zusammengesetzt sind, dass ihre Qualität die
Wertschätzung vieler Investoren genießt".

Was den Anteilsprozentsatz betrifft, den die ÖIAG künftig
am Grundkapital der VA Stahl halten soll, so vertritt der
Manager die Auffassung, dass die Sperrminorität von 25
Prozent, die bisher als Untergrenze des Rückzugs der ÖIAG
gegolten hatte, für ihn "keine magische Zahl darstellt".
Strahammer im "profil"-Interview: "Es kann auch eine
Situation entstehen, in der auch eine andere Beteiligung
eines anderen Kernaktionärs richtig und wichtig ist." Er
hielte es zwar im Sinn eines Schutzes des Unternehmens
vor feindlichen Übernahmen für äußerst wünschenswert,
"einen stabilen Kernaktionär zu haben". Er kenne aber internationale Beispiele, "wo der größte Einzelanktionär
mit einem Aktienbesitz von unter 20 Prozent ... auch der Stabilisator des Unternehmens in bezug auf die
Aktionärsstruktur ist".

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