"profil": Agra-Tagger klagt Ministerium auf 30 Mio. S.

Schließung wegen Dioxin-Affäre im Sommer 1999 war rechtswidrig - Zukunft von Agra-Tagger gefährdet

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in
seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, klagt die Agra-Tagger-Gruppe das Landwirtschaftsministerium auf
30 Mio. S. Schadenersatz. Im Sommer 1999 hatte das
Ministerium die Grazer Produktion wegen des Verdachts
erhöhter Dioxin-Werte in Tierfutter-Mitteln für zwei Tage gesperrt.

Hauptaktionär und Vorstand Helmut Sieber gegenüber
"profil": "Die Beamten haben damals die Grenzwerte für
Lebensmittel und Futtermittel verwechselt." Durch
Lieferausfälle im Gefolge der Betriebssperre habe das
Unternehmen einen "nachweisbaren" Schaden von 30
Millionen Schilling erlitten.

Sieber stützt sich auf einen Bescheid des Unabnhängigen Verwaltungssenates für die Steiermark vom 27. Jänner
2000, wonach die behördlich angeordnete Betriebssperre "rechtswidrig" gewesen sei. Das
Landwirtschaftministerium hat bereits vorsorglich die Finanzprokurator des Bundes eingeschaltet. Ein Sprecher
von Minister Molterer zu "profil": "Wir fühlen uns dafür
nicht mehr zuständig."

Unternehmer Sieber warnt laut "profil" unterdessen vor
einer "Eskalation der Lage." Demnach sei die Agra-
Tagger-Gruppe auf das Geld angewiesen. Sieber: "Die
Zukunft des Unternehmens hängt davon ab. Was immer
passieren mag, das Minsterium wird die Konsequenzen
mittragen müssen."

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