SPNÖ-Klubobmann Sacher übt Kritik an LH Pröll

Regionen bei Verkehrsprojekten dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden

St. Pölten (SPI) - "Sosehr die Gemeinsamkeit Niederösterreichs mit Wien in der Sache Flughafenschnellbahn begrüßt wird, sosehr muss ein neuerlicher Ausritt von LH Pröll gegen die Südbahnregion entschieden zurückgewiesen werden", stellt SPNÖ-Klubobmann LAbg. Ewald Sacher fest.****

Anlass sind Forderungen Prölls zur Umschichtung von Bahnausbaumitteln von der Nord-Süd-Achse zur West-Ost-Achse. "Konkret meint Pröll, dass die für den Südbahnausbau vorgesehenen Mittel gestrichen und in die Westbahn investiert werden sollen. Das ist wieder das typische Auseinanderdividieren und Gegeneinander-Ausspielen von zwei Regionen und deren Hauptverkehrsachsen. Mussten früher die Pendlerinteressen als Argument gegen Prölls Feindbild Semmeringtunnel herhalten, so ist es nun der Gütertransit auf der Schiene. Für uns Sozialdemokraten ist es vollkommen klar, dass wir im Interesse der Wirtschaft des Landes beides brauchen, sowohl einen fortgesetzten Ausbau der Westbahn als auch das Tauglichmachen der Süd-Schiene", so Sacher weiter.

"Der Ausbau der Westbahn zur Hochleistungsstrecke ist bereits in vollem Gang, zuletzt wurde der Spatenstich für die Güterzugumfahrung St. Pölten vorgenommen", stellt der Klubchef weiter fest, "es dürfte LH Pröll entgangen sein, dass sein Vertreter bei diesem Festakt, LR Sobotka, die Fortschritte im Ausbau der Westautobahn ausdrücklich lobte. Umso unverständlicher ist es, wenn diese Aktivitäten von Pröll nun offensichtlich als unzureichend eingestuft werden".
"Das Verlangen Prölls, die Milliarden für den Südbahnausbau ganz einfach zu streichen, bringt nicht nur ein gestörtes Verhältnis zu einer wichtigen Region des Landes zum Ausdruck, es dokumentiert auch ein eingeschränktes Verständnis für größere länderübergreifende Zusammenhänge über die Kirchturmspitze des Semmerings hinaus. Wir NÖ Sozialdemokraten treten für eine weitsichtige Verkehrspolitik ein, die den Chancen des Landes in jeder Hinsicht gerecht wird. Umso mehr lehnen wir ein kleinkariertes Ausspielen regionaler Interessen entschieden ab, mit der LH Pröll von seiner sich abzeichnenden Niederlage in der Causa Semmering ablenken möchte", so der Klubobmann abschließend.
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