ÖGJ: Missstände bei Freifahrt endlich beseitigen

Wien (ÖGJ). Heftige Kritik übt die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) an Misständen im Bereich Freifahrt für Jugendliche in Ausbildung: "Gerade Jugendliche, die wegen ihrer Ausbildung im Internat untergebracht sind, haben keinen Anspruch auf SchülerInnenfreifahrt. Diesen gibt es lediglich, wenn der Schulweg mindestens vier Mal pro Woche zurückgelegt wird. Einem Pflastererlehrling zum Beispiel, der in Bregenz wohnt und in Graz in die Berufsschule gehen muss, entstehen so innerhalb der drei Jahre Lehrzeit Fahrtkosten in Höhe von 44.400 Schilling", führt ÖGJ-Vorsitzender Albert Maringer aus. Die ÖGJ fordert die Bundesregierung auf, diese enorme finanzielle Belastung, die von Jugendlichen bzw. Eltern getragen werden muss, zu beseitigen.++++

Im FPÖVP-Regierungsprogramm wird zwar die Freifahrt für InternatsschülerInnen erwähnt, jedoch nicht die konkrete Umsetzung und die Aufbringung der dafür notwendigen Mittel.

Neben der Freifahrt während des Internatsbesuches fordert die ÖGJ zudem:
eine Erhöhung der Fahrtenbeihilfe,
Freifahrt auch bei privaten Verkehrsbetrieben,
eine Erweiterung des Kreises der Freifahrtberechtigten,
eine Überarbeitung der Selbstbehaltsregelung und Freifahrtenbeihilfe auch bei Zweitwohnsitzern.

Um die Forderungen der ÖGJ zu forcieren, wurde eine Unterschriftenaktion gestartet. Maringer: "Das Echo ist bereits enorm. Die Jugendlichen sind über die finanziellen Belastungen mehr als empört." Unterschriftenlisten können in der ÖGJ, Telefon: (01) 534 44/666 Dw., angefordert werden.

ÖGB, 2. März 2000 Nr. 119

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