Lunacek: Schüssel nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau

Gegenüber belgischer Zeitung 'Le Soir' gab Schüssel an, er habe Kabas abgelehnt

Wien (OTS) "Bundeskanzler Schüssel hat es einmal mehr mit der Wahrheit nicht sehr genau genommen", kritisiert die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek. Schüssel wird nämlich am 18. Februar in der belgischen Tageszeitung 'Le Soir' mit den folgenden Worten zitiert: 'So habe ich etwa dem Chef der Wiener FPÖ den Eintritt in mein Kabinett verweigert'.

In der APA0785 vom 3. Februar 2000 wird aber folgendes berichtet:
"Bundespräsident Thomas Klestil hat aus der von der FPÖ vorgeschlagenen Ministerliste den Zweiten Nationalratspräsidenten Thomas Prinzhorn, vorgesehen als Innovationsminister, 'wegen dessen verbaler Entgleisung' sowie den Wiener FP-Chef Hilmar Kabas, vorgesehen als Verteidgungsminister, 'wegen dessen Wahlkampfführung in Wien vor der Nationalratswahl am 3. Oktober 1999', abgelehnt. Dies teilte die Präsidentschaftskanzlei in einer Aussendung mit."

Entweder hat also der Bundeskanzler gegenüber der belgischen Zeitung die Unwahrheit gesagt oder die Aussendung des Bundespräsidenten ist unwahr. "Schüssel sollte das sofort klarstellen", fordert Lunacek.

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