AVISO: Gewerkschaft Bau-Holz startet Gesundheitsenquete

Österreichweite Diskussionsreihe zum Thema ""Muss Arbeit die Gesundheit kosten?""

Wien (GBH/ÖGB) Von März bis Mai 2000 veranstaltet die Gewerkschaft Bau-Holz unter dem Titel ""Muss Arbeit die Gesundheit kosten?"" in allen Bundesländern eine Podiumsdiskussionsreihe über die Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz Bau und deren volkswirtschaftliche Folgekosten.++++

Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zu diesen Veranstaltungen, die in wöchentlichem Abstand stattfinden, herzlich eingeladen.

Der Auftakt wird im Bundesland Salzburg gesetzt:

Freitag, 3. März 2000, 19.00 Uhr im ÖGB-AK Zentrum Hallein

Die weiteren Termine:

10. März 2000, 9.00 Uhr: Kärnten, AK-Haus Klagenfurt
17. März 2000, 18.30 Uhr: Niederösterreich, AK-Haus St. Pölten 24. März 2000, 19.00 Uhr: Vorarlberg, AK-Haus Feldkirch
31. März 2000, 19.00 Uhr: Tirol, ÖGB-Haus Innsbruck
7. April 2000, 15.00 Uhr: Wien, Technisch Gewerbliche Abendschule der AK-Wien
28. April 2000, 19.30 Uhr: Steiermark, Leibnitz AK-Saal
12. Mai 2000, 9.00 Uhr: Burgenland, AK-/ÖGB-Haus Eisenstadt
19. Mai 2000, 18.30 Uhr: Oberösterreich, Leonding (Kürnberghalle)

Dabei werden von Vertretern aus Gewerkschaft, Medizin, Sozialversicherung, Bauwirtschaft, Länderverwaltung und Politik Möglichkeiten einer wirksamen Verminderung von Unfallrisiken und Gesundheitsgefährdungen am Arbeitsplatz Bau erörtert und gemeinsame Lösungsansätze für diese Problematik aufgezeigt.

Eine Studie belegt, dass bei Bauarbeitern das Invaliditätsrisiko um rund 50 Prozent, die Krankenstandshäufigkeit um zehn Prozent höher liegt als bei Arbeitern in anderen Wirtschaftssparten (1998 beispielsweise war jeder 10. Bauarbeiter von einem Arbeitsunfall betroffen) und dass die Kosten des Arbeitsausfalls durch Krankenstände im Bauwesen allein im Jahr 1997 mit ca. 5,7 Milliarden Schilling zu beziffern sind.

Die volkswirtschaftlichen Folgekosten von Gesundheitsgefahren am Bau machen in Österreich jährlich bis zu 17 Milliarden Schilling für medizinische Behandlungen und den Produktionsausfall durch Krankenstände, Invalidität und Tod aus.

""Wir müssen alles daran setzen, dass die Menschen gesünder werden. Dann werden sie auch in der Lage sein, länger zu arbeiten. Und nicht, wie die neue Regierung von FPÖ und ÖVP es vorsieht, Kranke mit Strafsteuern zu belegen und zur Weiterarbeit zu zwingen. Das ist erstens unmenschlich und bringt zweitens auch der Wirtschaft nur Nachteile und zusätzliche Kosten.

Der Weg zu einer erfolgreichen Pensions- und Gesundheitsreform bei einer gleichzeitigen Stärkung der österreichischen Wirtschaft führt nur über eine Verbesserung der Maßnahmen auf den Gebieten der Gesundheitsvorsorge und des ArbeitnehmerInnenschutzes zum Ziel"", unterstreicht der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident, Johann Driemer, und fordert in diesem Zusammenhang wiederholt alle Verantwortlichen in der Wirtschaft und der Politik auf, ""endlich sozialpolitische Verantwortung und wirtschaftspolitische Weitsicht zu zeigen.""
(Schluss)

ÖGB, 2. März 2000 Nr. 116

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