Glawischnig: FPÖ-Motto ist 'Künstlerhetze statt Kunstförderung'

Grüne verurteilen Westenthalers Aussagen zu Kulturpolitik -Stronach-Vorschlag nur skurrile, widersinnige Idee

"Eine freiheitliche Kulturpolitik, die diesen Namen auch verdienen würde, hat es noch nie gegeben. Das Motto freiheitlicher 'Kulturpolitik' lautete immer nur Künstlerhetze statt Kunstförderung'. Der freiheitliche Klubobmann erweist nun diesem Motto in einem NEWS-Interview erneut die zweifelhafte Ehre", kritisiert die Kultursprecherin der Grünen, Eva Glawischnig. Gleichzeitig enthüllt er, was nicht weiter verwunderlich ist, sein völlige Unwissenheit und Unkenntnis in diesem Bereich.

Es wird aber die ÖVP sein, die es zu verantworten hat, wenn die Subventionen um '20, (...) 30, 40 oder 50 Prozent' gekürzt werden, denn sie ist die unselige Koalition mit den blauen Kulturstürmern eingegangen. "Eine Nachhilfestunde, wie sie Staatssekretär Morak den Freiheitlichen verordnen will, wird da wohl nicht ausreichen, denn die FPÖ war noch nie bereit in der Kulturpolitik auf Argumente zu hören. Sie versteht eben 'Kulturpolitik' nur als Hetze gegen Künstlerinnen und Künstler" so Glawischnig.

Außerdem hat die ÖVP daran mitgearbeitet, daß im Regierungsübereinkommen die Förderung zeitgenössischer Kunst und das Bekenntnis zu einer staatlichen Kunstförderung gestrichen wurde. "Die restaurative Phase der Kulturpolitik ist eingeläutet. Musikantenstadl statt Vienna Art Orchestra, Waldmüller statt Nitsch und Waggerl statt Jelinek sind wohl die neuen Koordinaten und dazu jede Menge Markt, Markt, Markt. - Von Kunstförderung kann da allerdings kaum mehr gesprochen werden", so Glawischnig abschließend.

Ztl.: Stronach-Vorschlag nur eine weitere skurrile Idee dieses Herrn

"Wenn die österreichischen Fußballer auch nur annähernd ähnliche Leistungen bringen und den Ruf Österreichs im Ausland heben würden, wie dies die österreichischen Künstlerinnen und Künstler tun, dann könnte man darüber diskutieren, ob Gelder von der Kultur in den Sport umgeleitet werden. Da dies aber nachweislich nicht der Fall ist, sollte man Stronachs heutigen Vorschlag in 'täglich alles' nur als eine weitere der vielen obskuren Ideen dieses Herrn abhaken", kommentiert Glawischnig Äußerungen Stronachs, wonach 'ein oder zwei Prozent der Kulturförderungen in den Sport' umgeleitet werden sollten.

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