Povysil: Kulturpolitik der FPÖ als sachlicher Anwalt und Katalysator

Wien, 2000-03-02 (fpd)- "Neue Akzente einer freiheitlichen Kulturpolitik spiegeln sich nicht nur im Regierungsprogramm wider, sondern zeigen sich auch am Beispiel der Buchpreisbindung. Nicht nur aus historischen Gründen, sondern auch für den Erhalt des Kulturgutes Buch und zur Unterstützung der Autoren sowie zum Vorteil der Konsumenten ist die ab Juni 2000 zu ersetzende Buchpreisbindung durch eine nationale Regelung in Österreich im Sinne der EU-Wettbewerbskommission zu begrüßen. "Die Welt" vom 22. Februar bestätigte bereits die freiheitlichen Bemühungen unter dem Titel "Jörg Haiders Partei als Retterin der Kultur" , stellte heute die freiheitliche Kultursprecherin und stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses im Nationalrat Abg. Dr. Brigitte Povysil fest. ****

"Gerade wer das Bewahrenswerte hüten will, muß verändern, was einer Erneuerung bedarf. Im Kunst- und Kulturbereich steht vieles im Umbruch. Dieser Umbruch muß als Reform für sich selbst genutzt und verstanden werden. Dies ist DIE Chance für Kunst und Kultur sowie für den Kulturausschuß und auch für mich als Kultursprecherin der FPÖ", meinte POVYSIL zu ihrem kulturpolitischen Credo.

"Ich möchte den Ausschuß soweit als möglich in die Öffentlichkeit bringen, Kunst- und Kulturschaffende einbinden und motivieren. Dieser relativ junge Ausschuß hatte bislang ein kleines Pflänzchendasein geführt und soll nun zeigen können, daß seitens eines Ausschusses mehr möglich ist, als nur zu diskutieren und vorgelegte Gesetzesentwürfe abzusegnen. Er soll zu einer Plattform von Kunst und Kultur werden und somit die Vorhaben des Regierungsprogrammes ergänzen und kontrollieren.
Kulturschaffende, Frauen wie Männer, Kunst- und Kulturstellen sollen wissen, sie haben hier eine Anlaufstelle, die versuchen wird, einerseits Anwalt und andererseits Katalysator von Kunst und Kultur abseits der Parteipolitik zu sein.", fuhr Povysil fort.

"Zu der falsch kursierenden Subventionsthematik muß man vorweg anmerken, daß in den letzten Jahren das Kunst- und Kulturbudget - und zwar von der SPÖ - immer wieder direkt oder indirekt gekürzt wurde. Schlagzeilen wie "Museumsmilliarde" oder "Theater-Ausgliederungen" waren nur "Blendungen".
Es ist unmöglich Kunst und Kultur nur auf der Basis der Ökonomie zu beurteilen, daher ist es Zeit, gemeinsam nach neuen Finanzierungswegen zu suchen.

"Vorschläge dazu sind:
Evaluierung von Förderungen: wir haben, aufgrund eines guten Föderalismus mehrere Förderungsebenen: Bund, Länder, Städte, Auslandskultur und EU. Diese Förderungen sind nicht immer abgestimmt - z.B. nicht alle Bundesländer sind beim LIKUS (länderübergreifende Initiative der Kulturstatistik) eingebunden. Wenn hier das System optimiert werden kann, sind die derzeitigen Ressourcen sicherlich besser und zielführender zu nützen.
Verstärktes Einbinden der Wirtschaft
Absetzbarkeit von Aufwendungen für Kunst als Sonderausgabe ist eine langjährige freiheitliche Forderung, welche sicherlich eine Belebung am Kunstsektor auch für zeitgenössische Kunst bieten wird. Errichtung einer österreichischen Nationalstiftung in Anlehnung an das britische "National Trust" -Modell.
Solche Ansätze sind im Regierungsprogramm genannt, doch für die Umsetzungs- und Realisierungsmöglichkeiten müsse man noch gemeinsam entsprechende Wege finden. Ich bin daher für den Kunst- und Kulturbereich sehr zuversichtlich, erläuterte POVYSIL.

"Ich begrüße die Repolitisierung und aufflammende sachliche Diskussionsbereitschaft im Kulturbereich aufgrund des vollzogenen Regierungswechsels: Die Kulturschaffenden selbst wehren sich zurecht gegen die Vereinnahmung durch eine vormals SP-dominierte Politik, und ich werde keine parteipolitische Einflußnahme in Kunst und Kultur, unserem gemeinsamen Gut, unterstützen", schloß Povysil. (Schluß)

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