Telekom-Chef Kastzler: Telekom-Börsengang nicht in diesem Jahr.

Wien (OTS) - Die Telekom wird voraussichtlich nicht in diesem Jahr an die Börse gehen. Das sagt deren Chef Werner Kasztler in einem Interview mit dem "Österreichischen Industriemagazin" =

Die Umstrukturierungen der Telekom vom Monopolbetrieb
zum Anbieter in einem liberalisierten Markt sind offenbar noch nicht abgeschlossen. Weshalb Telekom-Chef Werner Kasztler einen späteren Börsegang plädiert: "Aus meiner Sicht sollte der Börsegang so früh wie möglich erfolgen. Das muss aber nicht unbedingt heissen, dass die Erstemission heuer erfolgen muss. Wir haben das auch nie so vorgeschlagen.", sagt Kasztler im "Österreichischen Industriemagazin". Gleichzeitig erwartet Kasztler weitere Einbussen des ehemaligen Monopolisten: "Unsere Cashflow-Kurve wird zunächst wegen des schärferen Wettbewerbes zurückgehen. Wenn die Restrukturierungen und die Expansionmassnahmen aber greifen, geht"s wieder klar nach oben", erwartet Kastzler eine Erholung.

Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina: FPÖ mit "autoritärem, rassistischem Gedankengut".

Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina fürchtet um den sozialen Frieden in Österreich. Das sagte er in einem Interview mit der März-Ausgabe des "Österreichischen Industriemagazins".

Der ehemalige Finanzminister Ferdinand Lacina (SPÖ) zeigt sich im Gespräch mit dem Österreichischen Industriemagazin skeptisch, ob die neue FPÖ-ÖVP-Regierung das Land aus der derzeitigen Krise führen kann. "Was wir bereits jetzt haben, ist zweifellos ein beachtliches Misstrauen", so Lacina. Besonders in den Gewerkschaften sei dieses Misstrauen gegen die Regierung schon tie verwurzelt, Lacina erwartet daher, dass die Auseinandersetzungen "härter" werden. Von den erwarteten Streiks "ginge unsere Gesellschaft nicht unter. Unangenehm aber wird es, wenn die für Österreich neuen Streiks auch mit politischen Spannungen unterlegt sein werden. Das ist es, was ich befürchte.", meint der ehemalige Spitzenpolitiker. Dennoch scheue er den Vergleich mit der Zwischenkriegszeit, ohne aber "das eine oder andere an autoritärem, rassistischem Gedankengut in einer derzeitigen Regierungspartei" zu übersehen.

Russischer Ex-Wirtschaftsminister: "Der Westen hat uns im Stich gelassen."

Russlands ehemaliger Wirtschaftsminister Andrej Alexejowitsch Netschajew hält die Politik des Westens gegenüber Russland für gefährlich und empfiehlt Präsident Putin eine gnadenlose Privatisierung russischer Staatsbetriebe.

"Dass uns der Westen in diesem Jahr nur mit Peanuts abspeist, ist einmalig. Dabei hat Russland alle wesentlichen wirtschaftlichen Bedingungen des IMF erfüllt.", meint Russlands ehemaliger Wirtschaftsminister Andrej Netschajew gegenüber dem "Österreichischen Industriemagazin". "Es ist Unsinn, dem IMF jetzt plötzlich das Täfelchen umhängen zu wollen, er wäre moralisch oder politisch geleitet. Tschetschenien ist nur eine Ausrede und ein politisches Signal: Russland soll in bestimmten Weltgegenden gefälligst nicht zu aktiv werden. Der Westen hat uns im Stich gelassen.", sagt Netschajew.

Gleichzeitig plädiert der Reformer für eine harte Privatisierung russischer Staatsbetriebe: "Meinetwegen kann der Staat seine Betriebe um einen Schilling verscherbeln. Aber dann sollte kontrolliert werden, dass der neue Eigentümer investiert und Arbeitsplätze schafft. Wenn der das beharrlich nicht ut, muss er sich eben vor gericht verantworten.", so Netschajew über strenge Auflagen bei den Privatisierungen. Doch der Staat sollte marode Betriebe nicht künstlich am Leben erhalten: "Wenn ein Betrieb ineffektiv arbeitet und in Konkurs zu gehen droht, sollte ihn der Staat nicht durch Subventionen daran hindern. Die sollen plattgewalzt werden, wenn"s nicht funktioniert."

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