Zierler: Frauenpolitik ist keine Frage des Ministeriums

"Es geht nicht um die Form, sondern um Inhalte und deren Umsetzung"

Wien, 2000-03-01 (fpd) - Als "schrille Panikmache" bezeichnete heute die freiheitliche Frauensprecherin die Versuche von Rot-Grün, das Ende der Frauenpolitik herbeizubeschwören.
"Ein Frauenministerium allein macht noch keine Frauenpolitik. Es geht nicht um die Form, sondern um Inhalte und deren Umsetzung," so Zierler. ****

Tatsächlich gebe es genügend Beispiele dafür, daß es für die Umsetzung der Anliegen von Frauen kein eigenes Ministerium bedürfe. "Gerade in nordischen Staaten wie etwa Finnland gibt es auch kein eigenes Frauenministerium. Und dennoch - oder gerade deswegen - sind z.B. in Finnland ca. 70% der Mütter mit schulpflichtigen Kindern erwerbstätig," erläuterte Zierler.
Das sei unter anderem auch auf die Förderung der Möglichkeit zur privaten Betreuung von Kindern zurückzuführen, was auch in Österreich mit der neuen Karenzgeldregelung möglich werden wird.

"Abgesehen davon ist in der neuen schwarz-blauen Regierung - ohne Frauenministerium - der Anteil der Frauen in der Regierung wesentlich höher als in Zeiten eines Frauenministeriums unter einer sozialdemokratischen Frauenministerin. Jetzt haben wir in der Regierung einen Frauenanteil von über 31%, der Anteil der weiblichen Regierungsmitglieder der SPÖ betrug bescheidene 25%," so die freiheitliche Frauensprecherin.

Skandalös sei auch die Panikmache von Rot-Grün in der Frage der Förderung von Frauenvereinen. Der freiheitlichen Frauensprecherin liegen nämlich Unterlagen vor, wonach Mag. Prammer als Frauenministerin z.B. dem oberösterreichischen Verein Spektrum eine bereits zugesagte Förderung in der Höhe von 100.000 S plötzlich rückwirkend gestrichen hat.
Erst die freiheitliche Landesrätin Haubner hat dem Verein schließlich unter die Arme gegriffen und seinen Weiterbestand ermöglicht, nachdem er vom Frauenministerium "abgewimmelt" worden war. "Frau Mag. Prammer ist daher gut beraten, vor der eigenen Tür zu kehren und sich nicht im nachhinein als Schutzmantelmadonna aller Frauenvereine zu gerieren," schloß Zierler. (Schluß)

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