OeNB-Coordinated Portfolio Investment Survey (CPIS)

Ergebnisse aus der weltweiten Erfassung von regional

Wien (OTS) - gegliederten Wertpapierbeständen im Rahmen eines IWF- Statistikprojekts
in der Publikationsreihe "Berichte und Studien", Heft
4/1999, erschienen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF)
publizierte am 31. Jänner 2000 die im Rahmen eines IWF-Statistikprojekts ermittelten Ergebnisse aus der ersten
weltweiten Erfassung von Wertpapierbeständen in regionaler Gliederung zum Stichtag 31. Dezember 1997. Ziel dieses Projektes
war es, weltweit die regionale Strukturierung der Gläubiger und Schuldner festzustellen und damit konsistente Grundlagen für die Analyse der internationalen Wertpapierbestände zu schaffen.

- Die 29 Teilnehmerländer hatten zum Stichtag 31. Dezember 1997 insgesamt ausländische Wertpapiere mit einem Marktwert von 66.200 Mrd ATS in ihrem Besitz.

- Österreichs Anteil an diesen Wertpapierbeständen betrug 1%;
die USA, Japan und das Vereinigte Königreich erreichten in
Summe knapp 70 %.

Gesamtergebnisse des CPIS
Die Bestände in ausländischen Wertpapieren der an dem CPIS teilnehmenden Länder erreichten zum Stichtag 31. Dezember 1997 insgesamt ein Volumen auf Marktwertbasis von rund 66.200 Mrd ATS (5.240 Mrd USD). Die USA, das Vereinigte Königreich sowie Japan hatten erwartungsgemäß die höchsten Wertpapierbestände; knapp weniger als 70 % des für alle Teilnehmerländer ausgewiesenen
Werts entfiel auf diese drei Länder. Der Wertpapierbestand der Investoren der am CPIS teilnehmenden EU-Länder hatte zum
Stichtag 31. Dezember 1997 einen Marktwert von 28.140 Mrd ATS
(43 %), wovon etwas weniger als die Hälfte auf Anleger aus dem Euroraum zurückzuführen war.

Die Wertpapieranlagen von Bermuda, Irland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Belgien erreichten, in Relation zum jeweiligen BIP, mit jeweils über 60 % die höchsten Werte.
Der Durchschnittswert von rund 25 % des BIP zeigt, dass in den
am Survey teilnehmenden Ländern die grenzüberschreitende Veranlagung eine wichtige Rolle spielte.

Die Zielländer für die Veranlagungen waren vor allem wichtige Industrieländer mit einem breiten und liquiden Kapitalmarkt. Zusätzlich spielten die festverzinslichen Wertpapiere der internationalen Organisationen eine wichtige Rolle in der Investitionspolitik ausgewählter Gläubigerländer. Die Kaimaninseln rangierten vor allem auf Grund der Funktion als Kapitaldrehschreibe unter den ersten zehn Zielländern ausländischer Investoren. Luxemburg war als Emissionsplatz von Investmentzertifikaten ebenfalls in dieser Ländergruppe der wichtigsten Zielländer enthalten. Die Wertpapierbestände der am CPIS teilnehmenden Länder gegenüber den zehn wichtigsten Emittentenländern machten knapp 75 % ihrer Gesamtbestände aus.

Österreich hatte zum Stichtag Auslandsforderungen aus Anteilscheinen und festverzinslichen Wertpapieren im
Gesamtausmaß von 643 Mrd ATS; das entsprach einem Anteil von
rund 1 % aller am CPIS teilnehmenden Länder und es lag damit
unter den ersten 15 Investitionsländern. Österreichs Auslandvermögen in Anteilscheinen und festverzinslichen Wertpapieren betrug demnach rund 25 % des BIP. In dieser Größenordnung sind neben den skandinavischen Ländern auch Frankreich, Italien, Japan und die USA zu finden. Der Internationalisierungsgrad österreichischer Wertpapierbestände kann daher als hoch eingeschätzt werden.

Hintergrund und Ziel des CPIS
Die Wertpapierstatistik, die im Rahmen des "Coordinated
Portfolio Investment Survey (CPIS)" unter der Federführung und
dem Arrangement des IWF erstellt worden ist, ging auf die Empfehlungen zurück, die in dem 1992 erschienen "Final Report of the IMF Working Party on the Measurement of International
Capital Flows", enthalten waren.

Ziel dieses Projektes war, die Statistiken über die regionale Zusammensetzung der Gläubiger der im Auslandsbesitz befindlichen Wertpapiere verbessern zu können, da die gemeldeten Werte der globalen Kapitalexporte der Gläubigerländer aus der Veranlagung
in ausländische Wertpapiere nicht annähernd die gemeldeten Kapitalimporte der Schuldnerländer erreichten. An dem Survey beteiligten sich 29 Länder.

Nähere Details können dem gleichnamigen Beitrag, veröffentlicht in "Berichte und Studien", Heft 4/1999, entnommen werden.

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