LIF-Bolena: Gesundheitsförderungsbericht zeigt Versorgungsmängel auf

Bericht "Wien Vital" als Schritt zu sozialer Gesundheitspolitik

Wien (OTS) "Ein umfassender Gesundheitsbericht ist die Voraussetzung für eine sinnvolle Weiterentwicklung im Wiener Gesundheitsbereich", begrüßte heute Alexandra Bolena, Gesundheitssprecherin der Wiener Liberalen, das Erscheinen des Gesundheitsförderungsberichtes Wien Vital. Umfassende Datenerhebungen seien die einzige seriöse Möglichkeit, den Handlungsbedarf im Gesundheitsbereich festzustellen. Der nun vorliegende Gesundheitsbericht sei ein wichtiger Schritt in Richtung soziale Gesundheitspolitik. "Defizite werden darin aufgezeigt, und letztlich ist das Anerkennen der Existenz dieser Probleme die Voraussetzung für deren Lösung", so Bolena.

Weniger erfreut zeigte sich Bolena allerdings über die Tatsache, dass der Wiener Gesundheitsförderungsbericht gerade in jenen Bereichen Mängel aufzeigt, die von Seiten der Liberalen seit Jahren thematisiert werden. "Für diese Art konstruktiver Kritik hatte der Gesundheitsstadtrat allerdings kein offenes Ohr", kritisierte Bolena. Erst im Dezember des Vorjahres wurde anlässlich einer Anfragebeantwortung seitens des Stadtrats beruhigt. Auf die Frage, ob pflegende Angehörige genügend Information und Unterstützung fänden, schwächte Rieder ab: "Aufgrund der mir zugegangenen Informationen ist aus meiner Sicht eine breite Palette von Angeboten im Bereich der Angehörigenbetreuung vorhanden." Demgegenüber steht der Wiener Gesundheitsförderungsbericht ‚Wien Vital': "Man kann jedenfalls davon ausgehen, dass Familien, welche regelmäßig Pflegearbeit leisten, am Rande der Belastbarkeit stehen. Eine Bereitschaft in der Sozialpolitik, diese Situation auszugleichen, ist nur schwer erkennbar."

"Der Opposition zu erzählen, dass alles bestens und jede/r versorgt sei, andererseits in Wien Vital darüber zu berichten, dass die Grenze der Belastbarkeit erreicht sei, ist inakzeptabel. Entweder es existiert in Wien ein ausreichendes Maß an Unterstützung für Angehörige oder eben nicht", kritisierte Bolena die Doppeldeutigkeit der Botschaften des Gesundheitsstadtrates.

"Wir hoffen, dass mit dem Bericht ‚Wien Vital' nun der Startschuss für eine echte Verbesserung auch der bisher vernachlässigten Bereiche erfolgen kann - und zwar ohne das klassische Regierung/Opposition-Spiel", so Bolena abschließend.

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