NS-Regierungsbeauftragte Maria Schaumayer: "Ich bin nicht erpressbar"

Wien (OTS) - "Michael Witti, Partner von US-Anwalt Ed Fagan: "Gehe von einer Milliarden-Dollar Forderung aus"
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Ungewöhnlich scharfe Worte zum Start der
Verhandlungen über NS-Zwangsarbeiterentschädigungen in Österreich findet Regierungsbeauftragte Maria Schaumayer in der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS. Schaumayer kritisiert die von US-Opferanwalt Ed Fagan neuerlich geforderte Ausweitung ihres Mandates auch für Arisierungen und Vermögensentschädigungen und weist den Anwalt in seine Schranken: "Es ist vielleicht ein bisschen überoptimistisch, zu glauben, man fliegt als Anwalt ein und schon hüpfen Parlament und Regierung". Dass ihre Verhandlungsposition durch den internationalen Druck auf die Regierung geschwächt sein könnte, glaubt Schaumayer nicht: "Österreich ist nicht erpressbar. Und ich bin nicht erpressbar. Es geht um eine freiwillige Geste, die moralisch motiviert ist. Es gibt keine rechtliche Verpflichtung, nach 55 Jahren Leistungen zu erbringen. Wir sind im Finden einer österreichischen Lösung frei".

Unterdessen hat der Münchner Anwalt Michael Witti, Partner von US-Anwalt Ed Fagan, gegenüber NEWS eine mögliche Grössenordnung der Entschädigungszahlungen genannt: "Konkrete Zahlen zu nennen, wäre unseriös. Ich gehe aber jedenfalls von einer Milliarden-Dollar-Forderung aus. In Deutschland hat man sich auf fünf Milliarden Dollar verständigt. Wir wissen, dass Österreich kleiner ist und weniger Kraft hat. Deshalb wird man eine Relation halten müssen".

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