"Schulterschluss" NÖ - Wien in Verkehrsfragen

Pröll urgiert Westbahn-Weiterbau nach dem Wienerwaldtunnel

St.Pölten (NLK) - Einigkeit in Verkehrsfragen zeigten heute Vormittag der niederösterreichische Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und der Wiener Bürgermeister Dr. Michael Häupl im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz im Wiener Rathaus. Eine Einigkeit, die erst vor kurzem zu einem Einlenken der ÖBB beim drohenden Baustopp der St.Pölten S 7 - Wien Mitte - Flughafen Wien Schwechat - Wien Mitte - geführt hatte. "Ein kurzer Anruf und ein Schulterschluss zwischen den Repräsentanten von Wien und Niederösterreich genügte, um das Ansinnen der ÖBB zum Scheitern zu bringen", freute sich Pröll über das gemeinsame Vorgehen. "Es ist nicht einzusehen, dass es eines ‚Theaters‘ bedarf, um etwas Selbstverständliches in Bewegung zu bringen", ergänzte Häupl.

Pröll nannte weitere Pluspunkte in der Verkehrsentwicklung der Ostregion und neue Schwerpunkte: "In der Region Niederösterreich Süd hat sich einiges getan. Die Südbahn hat ihr Angebot - mit Hilfe der Landes Niederösterreich - verbessert und setzt dort Wiesel-Waggons ein. Auf der Strecke Mödling-Wien herrscht 6-Minuten-Takt. Die Attraktivität wurde auf weiten Stecken gesteigert, sehr zum Vorteil der Pendler". Als nächsten Schritt wolle man auch die Frequenz der Badner Bahn erhöhen. An eine Vermehrung der Park-and-ride-Anlagen sei gedacht: bis 2005 würden 40.000 Pkw-Stellplätze gebaut. Als neuen Schwerpunkt nannte Pröll den Ausbau der Westbahn. Es sei allerdings sehr bald von der Bundesregierung klarzustellen, wie es nach dem im Bau befindlichen Wienerwaldtunnel nach der Wiener Stadtgrenze weitergeht, erklärte Pröll.

Einig sind sich Häupl und Pröll auch hinsichtlich der Idee, das U-Bahnnetz ins Wiener Umland zu verlängern. "Hier muss der Rechenstift den Ausschlag geben. Es darf keine Parallelitäten zwischen S-Bahnen und U-Bahnen geben. S-Bahnen sind derzeit das am schnellsten zu verwirklichende und kostengünstigste Verkehrsmittel", meinte Pröll. Der Verkehrsverbund stößt derzeit auch nicht auf allzugroße Zustimmung. Idealvorstellung des niederösterreichischen Landeshauptmannes: "Mit einer Fahrkarte von Gmünd bis Oberwart zu kommen, das wäre echtes Kundenservice". Ziele für Verbesserungen auf diesem Gebiet habe man sich für die nächsten zwei Jahre gesetzt.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200-2174

Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK