Dirnberger: Sallmutter muß jede Form von Selbstbehalt ablehnen

Umschichtung der Überschüsse aus der Arbeitslosenversicherung und dem Insolvenzentgeltsicherungsfonds in die Krankenversicherung

Wien (OTS) - "Wir erwarten uns vom Präsidenten des Hauptverbandes (HV) eine klare Ablehnung jeder Form von Selbstbehalt bei der morgigen Enquete von Gesundheitsstaatssekretär Waneck", forderte AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) anläßlich der heutigen Pressekonferenz von Hans Sallmutter.

Sallmutter muß sich klar darüber sein, so Dirnberger, daß er morgen als Vertreter der Patienten zu sprechen hat. Und da hat er sich gegen jede Form zusätzlicher Belastungen für die Patienten auszusprechen. Dirnberger : "Sallmutter war schon bisher wenig patientenfreundlich, wenn ich daran denke, dass er sich immer wieder trotz aller Zusagen bei Einführung der Chipkarte für die Beibehaltung der Krankenscheingebühr ausgesprochen hat. Daher ist zu befürchten daß der nach außen hin oft laut und ruppig wirkende HV-Präsident, wie so oft hinter verschlossenen Sitzungstüren, umfällt und sich gegen die Interessen der Patienten entscheidet".

Dirnberger macht Sallmutter daher folgende Vorschläge zu Mittelaufbringung für die Krankenkassen, die der HV-Präsident morgen in die Enquete einbringen kann:

1. Einsparungen bei Medikamenten und Ärzten. Während die Gewinne der Pharmakonzerne explodieren, kollabieren daran die Krankenkassen. Gerade das Verschreibungsverhalten der Ärzte war es, die zu dieser Explosion bei den Ausgaben für Medikamente geführt hat.

2. Umschichtung der Überschüsse aus der Arbeitslosenversicherung und dem Insolvenzentgeltsicherungsfonds in die Krankenversicherung. Damit gibt es keine Erhöhung der Lohnnebenkosten und auch keine neuen Belastungen für die Patienten.

"Sallmutter wäre gut beraten, morgen die Interessen der Patienten durchschlagskräftiger zu vertreten, als die der Mitglieder der Gewerkschaft der Privatangestellten. Denn da gibt es z.B. für die Angestellten im Handel noch nicht einmal eine klare Regelung der Arbeitszeit, weil die GPA-Funktionäre jedesmal bei KV-Verhandlungen vor den Vertretern von Billa und Co in die Knie gehen. Daher muss zumindest für die Enquete bei Staatssekretär Waneck klar gelten: Nein zu jeder Form von Selbstbehalt. Es bleibt zu hoffen, daß sich Sallmutter nicht in übergroßem Harmoniebedürfnis über den Tisch ziehen läßt", stellt AK-Vizepräsident Dirnberger fest.

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