"Sicher Leben": Unfälle kosten stündlich rund 4 Millionen Schilling Milliardeneinsparungen im Gesundheitswesen möglich

Wien (OTS) - Täglich kosten Unfallverletzungen dem heimischen Gesundheitswesen rund 105 Millionen Schilling. Jährlich werden damit rund 38 Milliarden Schilling ausgegeben für medizinische Versorgung, Rehabilitation, Krankengelder, Invalidenpensionen, Entgeltfortzahlung oder Leistungen der privaten Unfall- und Krankenversicherungen.

Rund 57 Prozent der Gesamtkosten entfallen auf Heim-, Sport- und Freizeitunfälle (ca. 22 Milliarden Schilling). Während die Unfallzahlen im Straßenverkehr und bei der Arbeit seit zwei Jahrzehnten aufgrund konsequenter Unfallverhütung zurückgehen, erreichten sie in diesem Lebensbereich mit rund 600.000 Verletzen ihren bisherigen Höchststand. Bereits 75 Prozent aller Unfälle ereignen sich damit im Privatbereich.

Die Zunahme der Heim- und Freizeitunfälle sowie die rasante Kostensteigerung der stationären Behandlungen sind die wichtigsten Ursachen für die explodierenden Unfallfolgekosten.

Wie die Studie "Unfallkosten in Österreich" des Institutes "Sicher Leben" zeigt, beträgt das Einsparungspotential allein bei Heim-, Sport und Freizeitunfällen mittelfristig rund 2 Milliarden (minus 10%). Man könnte mit diesen Einsparungen etwa Leistungskürzungen, Selbstbehalte oder höhere Sozialversicherungsbeiträge vermeiden. Um dieses Einsparungspotential zu lukrieren, sind aber Investitionen notwendig.

"Unfallverhütung ist ein verborgener Schatz. Unsere Präventionsprojekte und Studien sind ein Beweis dafür. Ich kann Ihnen versprechen, daß es sich lohnt, den Schatz zu heben. Das können wir aber nur gemeinsam tun", sagt Dr. Othmar Thann, Hauptgeschäftsführer des Kuratorium für Schutz und Sicherheit.

"Natürlich kostet Unfallverhütung Geld. Unfälle kosten aber mehr. Die paradoxe Rechnung "mehr ausgeben um mehr zu sparen" geht auf. Wenn ihnen die Heizkosten für ihr Haus über den Kopf wachsen, dürfen sie nicht bei einer besseren Wärmedämmung sparen", sagt Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes "Sicher Leben" des Kuratorium für Schutz und Sicherheit.

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