Wurstwarenerzeuger geraten immer stärker unter Preisdruck

Handel hat Steigerungen der Lohn- und Betriebskosten bisher ignoriert

Wien(PWK) "Ein Großteil der großen österreichischen Wursterzeuger hat in den
letzten zwei Jahren ein negatives wirtschaftliches Ergebnis erzielt. Da rund 80 % der Wurstwaren an den Lebensmittelhandel geliefert werden, besteht für viele Betriebe eine existentielle Abhängigkeit vom Lebensmittelhandel", stellt Ernest Pollak, Obmann des Verbandes der Fleischwarenindustrie, in einer Aussendung der Wirtschaftskammer Österreich fest.

De facto stehen vier große Einkäufer einer Vielzahl von Anbietern gegenüber. "Die mächtigen Kunden haben bei den Preisgesprächen in den letzten zwei Jahren die Steigerungen der Lohn- und Betriebskosten ignoriert", so Pollak. Selbst die Steigerungen der Rohstoffkosten (Schweinefleisch, Rindfleisch) wurden nur zum Teil berücksichtigt und oft in der Zwischenzeit wieder zurückgenommen.

Zusätzlich werden von den Lebensmittelketten immer wieder neue Abschläge "erfunden", wie z.B. ein Eröffnungs- oder Jahresbonus, die zusätzlich auf den Preis drücken.

Angesichts des enormen Kostendrucks wäre eine Erhöhung der Abgabepreise, die der Wursterzeuger vom Lebensmittelhandel erhält, um rund 10 % notwendig. "Das ist die Differenz zum kostendeckenden Preis. Ohne diese Preiserhöhung wird den Betrieben auf Dauer die wirtschaftliche Lebensfähigkeit entzogen", schloss Pollak. (MH)

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