VÖZ finanziert Ausbildungsprojekt für montenegrinische Print-Journalisten

Wien (OTS) - Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) finanziert ein zwölfwöchiges Ausbildungsprojekt für montenegrinische Print-Journalisten. Dieser Lehrgang für 30 Teilnehmer, der jetzt bis Mai in Podgorica läuft, wird von AIM (Alternativa informativna mreza/Alternatives Informationsnetzwerk) durchgeführt, einer Organisation, zu der sich unabhängige Journalisten aus den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens und Albaniens zusammengeschlossen haben. Das VÖZ-Engagement erfolgt im Rahmen einer Initiative, die im Vorjahr vom österreichischen Außenministerium zur bilateralen Unterstützung unabhängiger Medien in Südosteuropa ins Leben gerufen wurde. "Wir unterstützen die Entfaltung freier und unabhängiger Medien in dieser Region, weil wir darin die Grundvoraussetzung für eine demokratische Entwicklung sehen", betonte dazu VÖZ-Generalsekretär Walter Schaffelhofer. Wesentlich sei auch, dass sich in diesem Ausbildungsprojekt die multikulturelle und multikonfessionelle Vielfalt der montenegrinischen Gesellschaft widerspiegelt. Dieses Projekt umfasst nicht nur eine theoretische, praktische und technische Ausbildung der Teilnehmer, es werden auch wichtige Themenbereiche behandelt, die mit dem Journalistenberuf in Zusammenhang stehen: die Menschenrechte, die Mediengesetzbegung, die Mediensituation in Montenegro und in den Nachbarstaaten.

Erfreuliche publizistische Vielfalt ...

In den letzten Jahren hat sich in Montenegro eine erfreuliche publizistische Vielfalt entwickelt. Zwei unabhängige Tageszeitungen -Vijesti und Dan - sind entstanden, dazu fünf neue Wochenzeitungen und Magazine, darunter Plima-Batica als zweisprachige Wochenzeitung. Außerdem wurden mehrere neue Radiostationen eröffnet, und es erfolgte auch der Aufbau der privaten Nachrichtenagentur Montena Fax.

... enormer Bedarf an qualifizierten Journalisten

Da der enorme Bedarf an qualifizierten Journalisten nicht gedeckt werden konnte, mussten sich die Verlage einerseits mit Berufseinsteigern behelfen, anderseits fehlt es überhaupt an Mitteln und Möglichkeiten der Journalistenausbildung in Montenegro. Aus diesem Grund hat AIM im Herbst 1999 beschlossen, in Montenegro mit einem neuen Ausbildungsprogramm zu beginnen. AIM ist nicht nur schon seit 1993 in Montenegro aktiv und kooperiert eng mit den führenden unabhängigen Zeitungen, sondern hat in den zurückliegenden Jahren bereits in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Serbien und im Kosovo derartige Ausbildungsprogramme erfolgreich durchgeführt.

Dass das Ausbildungsprojekt vorerst auf den Bereich der Printmedien beschränkt ist, hat in erster Linie technische Gründe: Ein Praktikum für Rundfunk- oder Fernsehjournalismus scheitert daran, dass es fast keine Infrastrukturen in Montenegro gibt, in denen eine solche Ausbildung für elektronische Medien stattfinden könnten.

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