ÖGB zum ÖIAG-Gesetz: So nicht Herr Finanzminister

Wien (ÖGB). Die heute im Ministerrat vorgelegte ÖIAG-Novelle zur Privatisierung österreichischer Unternehmen soll ohne Begutachtung beschlossen werden. Der Inhalt und die Vorgangsweise riefen im ÖGB tiefe Empörung hervor. ++++

Der Totalverkauf von Telekom Austria, PSK, Flughafen, Dorotheum sowie Austria Tabak wird vom ÖGB entschieden abgelehnt. Denn das bedeutet, dass keine Zukunft der Industriepolitik erkennbar ist.

Ein Ausverkauf dieser Betriebe ans Ausland bewirkt - wie das Beispiel Semperit zeigt - das Abwandern der Konzernzentralen und wichtiger Unternehmensteile. Damit sind auch die heimischen Zulieferbetriebe negativ betroffen.

Alle Überlegungen bezüglich einer Neuorganisation der ÖIAG müssen von den Zielen der Sicherung des Industriestandortes Österreich und der Arbeitsplätze ausgehen.

Ein derart wichtiges Gesetz, von dem Zehntausende ArbeitnehmerInnen betroffen sind, ohne Begutachtung und Berücksichtigung der Interessen der ArbeitnehmerInnen durchzuführen, ist in Österreich beispiellos. So nicht Herr Finanzminister. (ew)

ÖGB, 29. Februar Nr. 108

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Ernst Weber
Tel. (01) 534 44/361 Dw.
Fax.: (01) 533 52 93
e-mail: presse@oegb.or.at
Homepage: www.oegb.or.at

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB