Dirnberger: Klare Absage an WK und Ärztekammer-Plänen zum Selbstbehalt

Statt Selbstbehalte - Überschüsse aus Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentgeltsicherungsfonds umschichten

Wien (OTS) - Eine klare Absage erteilt AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) den Forderungen von Wirtschaftskammer-Generalsekretär Günter Stummvoll und Ärztekammer-Vizepräsident Rainer Brettenthaler nach Einführung eines Selbstbehaltes in der ASVG-Krankenversicherung. "Zuerst müssen einmal alle Einsparungsmöglichkeiten, z. B. bei den Medikamenten und den Ärzten ausgeschöpft werden. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, können die Überschüsse aus der Arbeitslosenversicherung und aus dem Insolvenzentgeltsicherungsfonds in die Krankenversicherung umgeschichtet werden. Das würde zu keiner Erhöhung der Lohnnebenkosten und zu keinen Belastungen der Patienten führen. Aber Vorschläge von Ärztefunktionären zu deren Einkommensvermehrung und Patientenbelastung lehnen wir kategorisch ab", stellt Dirnberger klar.

Die Meinung von Stummvoll, wonach Selbstbehalte in der ASVG-Krankenversicherung möglich wären, weil es solche auch in verschiedenen kleinen Kassen gibt, weist Dirnberger als unsachlich zurück. "Diese bieten in verschiedenen Bereichen mehr Leistungen als die ASVG-Kassen ihren Versicherten. Darüber hinaus ist ein absoluter Selbstbehalt, wie ihn Stummvoll und Brettenthaler vorschlagen, ein schleichendes Verabschieden der Arbeitgeber aus ihrer paritätischen Verpflichtung der Mittelaufbringung in der Krankenversicherung. Denn ein absoluter Beitrag kann jederzeit weiter erhöht werden. Die Wirtschaft steigt damit schrittweise aus dem Sozialnetz aus", stellt Dirnberger fest. "Die AK wird die Lobbyisten der Wirtschaft schon in die Pflicht nehmen und verhindern, dass sie sich langsam, aber sicher, aus ihrer Verpflichtung bei den Beiträgen zur Krankenversicherung davonstehlen", bekräftigt Dirnberger.

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