Häupl: Haider hat in der FPÖ nach wie vor das Sagen

Görg: Die nächsten drei Monate entscheidend für Erfolg der Regierung

Wien, (OTS) "Das ist ein Schmarrn - wenn man sich groß inszeniert zurückzieht und gleichzeitig als starker Mann der FPÖ gefeiert wird, ist klar, was sich abspielt", kommentierte Bürgermeister Dr. Michael Häupl Dienstag in seinem Pressegespräch die heutigen Schlagzeilen zum Rückzug Haiders als FPÖ-Chef. Häupl bezeichnete diesen Rückzug als "Etikettenschwindel". Haider werde manches zu mühselig, er fühle sich unterdrückt in seiner Angewohnheit, die Regierung zu kritisieren, vermutete der Bürgermeister. Daher höre Haider jetzt als Parteivorsitzender auf, habe aber nach wie vor das Sagen, brauche nicht mehr so oft von Klagenfurt nach Wien zu fahren und werde seine gewohnte Oppositionsrolle weiterhin spielen. Auch das Ausland sei vom Rückzug aus den FPÖ-Vorsitz nicht wirklich beeindruckt, unterstrich Häupl. Dagegen meinte Vizebürgermeister DDr. Bernhard Görg, außenpolitisch helfe Haiders Rückzug etwas und sei daher willkommen, die innenpolitische Lage könne jedoch noch nicht endgültig beurteilt werden: "Man kann alles hoffen, muss aber auch alles fürchten", betonte Görg. Die nächsten drei Monate würden jedenfalls für den Erfolg dieser Bundesregierung entscheidend
sein: Wenn man in dieser Zeit die Reformvorhaben zügig angehe, könne es zu schaffen sein, wenn nicht, werde es schwieriger - mit oder ohne Haider. Die Reformvorhaben der Bundesregierung unterstütze er, Görg, worin er sich wesentlich von Bürgermeister Häupl unterscheide.****
(Schluss) hrs/rr

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