Österreichischer Werberat verurteilt Nackt-Werbeaktion von Kleiderbauer scharf

"Unmoralisch und nicht akzeptabel" - Sofortiger Stopp der Kampagne gefordert

Wien(PWK) Der Vorstand des Österreichischen Werberates hat die Werbeaktion der Fa. Kleiderbauer, einen Warengutschein in Höhe von öS 5.000,-- auszugeben, wenn ein Kunde oder eine Kundin nackt zur Kassa geht, scharf verurteilt und den sofortigen Stopp der Kampagne gefordert. "Diese Aktion ist unvereinbar mit dem Selbstbeschränkungskodex des Österreichischen Werberates. Die Verantwortlichen der Werbeaktion werden aufgefordert, die Aktion sofort zu stoppen. Dies ist die schärfste Entscheidungskategorie des Österreichischen Werberates," so Vize-Präsident des Österreichischen Werberates, Paul Schauer, vor Journalisten.

In der Präambel zu den Allgemeinen Werbegrundsätzen des Selbstbeschränkungskodex des Österreichischen Werberates heißt es u.a. "Werbung kann und darf sich nicht im luftleeren Raum abseits von ethisch-moralischen Werten und der daraus abgeleiteten Ansprüche der Gesellschaft bewegen." Und weiter: "Werbung trägt somit soziale Verantwortung und muss auf die Interessen und Gefühle anderer Rücksicht nehmen." Schauer befürchtet, "dass gerade finanzschwächere Teile der Bevölkerung durch diese Werbeaktion unter Druck gesetzt werden könnten, bei dieser die Menschenwürde verachtenden Aktion mitzumachen." Dies müsse unbedingt verhindert werden.

Der Österreichische Werberat ist das freiwillige Selbstbeschränkungsorgan der österreichischen Werbewirtschaft und hat die Aufgabe, das Ansehen der Werbung in der Öffentlichkeit zu fördern. Beim Österreichischen Werberat können Beschwerden gegen Werbekampagnen eingebracht werden, die in der Folge in einem Beschwerdeverfahren behandelt werden. Die Ergebnisse der einzelnen Beschwerdeverfahren werden laufend im Internet unter www.werberat.or.at veröffentlicht, um die Entscheidungspraxis des Österreichischen Werberates transparent und nachvollziehbar zu machen.

Im Jahr 1999 hat der Österreichische Werberat in elf Fällen von insgesamt 35 kritisierten Kampagnen, die schärfste Entscheidung, den sofortigen Stopp der Werbekampagne, getroffen. (MH)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Geschäftsführerin Mag. Irmgard Zirkler
Tel: 50105-3760
E-Mail: werbung@wk.or.at
www.comm.or.at

Fachverband Werbung und Marktkommunikation

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK