Jeder zweite Verkehrstote durch zu hohe Geschwindigkeit

Ausgestelltes Autowrack verdeutlicht Unfallwucht bei zu viel Speed

Wien (OTS) - Nicht angepaßte Geschwindigkeit war auch in der Vorwoche Todesursache Nr. 1 auf Österreichs Straßen. Fast jedes zweite Verkehrsunfallopfer stirbt bereits an den Folgen eines Crashes mit überhöhter Geschwindigkeit. Das "Denk-Mal" des KfV, ein Autowrack, verdeutlicht drastisch die Folgen eines Unfalles durch Schnellfahren, bei dem Fahrer und Beifahrerin ums Leben kamen.

Ausgestellt wird die Havarie in einem adaptierten Container, der vom KfV zur Verfügung gestellt wird. Zehn Fenster im Container erlauben eine Rundum-Betrachtung des Unfallautos, bei Dunkelheit sorgen vier eingebaute Spots für Beleuchtung. Das schwer beschädigte Fahrzeug soll die Betrachter zum Nachdenken über ihr eigenes Fahrverhalten anregen.

"Das Wrack beunruhigt und verstört - und das soll es auch. Es ist ein sehr emotioneller Denkanstoß, das wissen wir. Die Konsequenzen von zu hoher Geschwindigkeit sind meist aber schwerwiegender, nämlich menschliches Leid!", sagt Dr. Othmar Thann, Hauptgeschäftsführer des Kuratorium für Verkehrssicherheit.

"Denk-Mal" verdeutlicht die menschliche Seite eines Unfalles, die die Unfallzahlen des KfV nur unzureichend widerspiegeln können. Wußten Sie, daß statistisch gesehen

- Raser beinahe die Hälfte aller tödlichen Unfälle verursachen?

- sich im Schnitt jeder 2. Pkw-Lenker nicht an Tempolimits hält?

- in Tempo-30-Zonen im Ortsgebiet sogar 78% der Kraftfahrzeuglenker schneller als mit 30 km/h unterwegs sind?

- die Hormone nicht schuld sind? Rasen ist eine psychische Angelegenheit, der nur durch entsprechende Einstellung und Verantwortungsbereitschaft beizukommen ist.

Das "Denk-Mal" für das Fahren mit angepaßter Geschwindigkeit ist bis Donnerstag noch in Güssing (Burgenland) ausgestellt, danach in Jennersdorf.

Information: KfV-Landesstelle Burgenland, Frau Gröller, Tel. 02682-68101 DW 11

Unfallbilanz der Vorwoche

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 5 PKW-Insassen (davon 4 Lenker), 1 Radfahrer und 4 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (4), Vorrangverletzung (2), Überholen (1), Unachtsamkeit (1) und Fehlverhalten Fußgänger (2) festgestellt werden. Zwei Fußgänger kamen durch Fremdverschulden ums Leben. Alkoholisierung war bei einem Verkehrsunfall Mitursache. 3 der 10 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren sogenannte "Alleinunfälle".

Vom 1. Jänner bis zum 27. Februar dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 100 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 135 Menschen tödlich.

Achtung! Die Monatsgrafik und die Jahresgrafik der tödlichen Verkehrsunfälle 1999 ist in der APA-Datenbank "Grafik" mit dem Agenturkürzel OGS abrufbar!

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