Rieder: FPÖ-Vorwurf des Spitalstourismus ist absurd

"Wagner-Vorwurf erreicht 12 Punkte auf Prinzhorn´scher Zwangsvorstellungsskala"

Wien, (OTS) "Die Wiener städtischen Spitäler stehen auch in Zukunft Ausländern, die nicht in Österreich ihren Wohnsitz haben und dringend medizinischer Hilfe bedürfen, offen", erklärte am Montag Wiens Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder im Anschluss an
die Sitzung des Wiener Kontrollausschusses gegenüber der Rathauskorrespondenz. "Diese Sitzung wurde von den Freiheitlichen wieder genützt, um ihre sattsam bekannten Theorien über einen angeblichen ´Spitalstourismus´ ausländischer Patienten in die Wiener Spitäler zu verbreiten. So verbreitete F-Gemeinderat Josef Wagner Schauermärchen über einen angeblichen Schönheitschirurgie-Spitalstourismus ausländischer Patienten", berichtete Rieder. Anlass dafür war die Debatte über Unzulänglichkeiten bei der Abrechnung von Behandlungen bei ausländischen Patienten, die vom Wiener Kontrollamt aufgezeigt wurden.

Der Wagner´sche Ausritt erreiche ohne Probleme 12 Punkte auf der Prinzhorn´schen Zwangsvorstellungsskala für die Gesundheitspolitik, fuhr Rieder fort. "Es zeigt sich hier eine grundsätzlich unterschiedliche Haltung in Sachen Humanität im Gesundheitswesen. Wir werden uns in Wien weiterhin auf dem Boden
der Gesetze bewegen und Menschen, egal welcher Herkunft, in unabweisbaren Fällen eine Behandlung in unseren Spitälern gewähren." Wenn man aus der Praxis wisse, welche schrecklichen persönlichen Schicksale und Verhältnisse oft hinter so genannten "unabweisbaren" ausländischen Patienten stünden, zeige sich erst der wahre Zynismus des freiheitlichen Schönheitschirurgie-Vergleiches.

"Offenkundig sind den freiheitlichen ausländische Patienten nur recht, wenn sie im Rahmen eines Luxus-Spitalstourismus
kommen." so Rieder. Bestes Beispiel für diese Haltung sei der Zweite Nationalratspräsident Thomas Prinzhorn, der sich ja - aus welchen Gründen auch immer - in den USA einer Bandscheibenoperation unterzog (APA 0320 v. 8.2.00). Offenkundig schwebe den Freiheitlichen in der Gesundheitspolitik das Motto
"Der Reichste bitte!" vor, erklärte der Gesundheitspolitiker.

Abschließend erklärte Rieder, dass die städtischen Spitäler natürlich den Anregungen des Kontrollamtes zu einer Vereinfachung der Abrechnung für in- und ausländische Patienten folgen werde. (Schluss) nk

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