FPÖ will "Künstlerquartier" in alten Stadtbahnbögen

Wien, (OTS) Die Nutzung von insgesamt 63 Stadtbahnbögen im Bereich Gürtelbrücke-Gunoldstraße im 19. Bezirk als Kultur- und Künstlerviertel schlugen Montag Klubobmann Mag. Hilmar Kabas und Stadtrat Walter Prinz in einem Pressegespräch der FPÖ vor. Diese Bögen hätten eine wesentlich bessere Lage als die Gürtel-Stadtbahnbögen, deren Revitalisierung nur schleppend vorangehe. Es sei ein fast abgeschlossenes Gebiet, in dem ein "Künstlerquartier Heiligenstadt" entstehen könnte. Eine Flaniermeile, Lokale, Veranstaltungsstätten und vieles mehr seien mögliche Nutzungen.

Nach den Vorstellungen der FPÖ-Politiker sollten
entsprechende Verhandlungen mit den ÖBB aufgenommen werden, um
eine unbefristete Nutzung mit Baurecht für die Stadtbahnbögen zu erlangen. Eine Entwicklungsgesellschaft sollte gegründet werden, die die Vermarktung übernehmen und Nutzungsmodelle bis hin zum Kunstsponsoring erarbeiten müsste. Konkret handelt es sich um eine Nutzfläche von rund 20.000 Quadratmetern, der Sanierungsbedarf
wird von Kabas und Prinz mit rund 200 Millionen Schilling
beziffert. Derzeit sei seitens der Stadt daran gedacht, dieses Verkehrsbauwerk abzubrechen, die Abbruchkosten würden sich auf
rund 50 Millionen Schilling belaufen. Nicht nur die Schaffung
eines neuen Kulturviertels, sondern auch die Erhaltung eines Verkehrsbauwerkes von Otto Wagner würden den Mitteleinsatz rechtfertigen. Von Kulturstadtrat sollte dazu ein
Sanierungskonzept in Auftrag gegeben werden.

Kabas zum Thema EU

Angesprochen auf den jüngst geäußerten Vorschlag des burgenländischen FPÖ-Chefs betreffend einen EU-Austritt Österreichs erklärte Kabas, dass dies ein nicht ganz durchdachter Vorschlag sei. Konkret: "Ich halte davon überhaupt nichts". Man müsse aber sicher darüber nachdenken was zu tun ist, dass sich in Zukunft nicht plötzlich 14 Staaten gegen einen wenden können. Diese Vorgangsweise sei zutiefst unberechtigt sowie völker- und vertragswidrig. Schließlich regte Kabas Neuverhandlungen über den jährlichen EU-Beitrag Österreichs an. Dieser sollte angesichts der "dramatischen Budgetsituation" gesenkt werden. (Schluss) js/vo

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