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(Erscheinungsdatum Mittwoch, 1. März 2000)

Wien (OTS) - FPÖ-Klage gegen "Internet-Terror"

Wie das Wirtschaftsmagazin GEWINN in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat die FPÖ Klage gegen die Internet-Domainvergabe nic.at und einen amerikanischen Provider eingereicht. Grund ist eine gefälschte Homepage, die nach Ansicht von FPÖ-Geschäftsführer Peter Westenthaler "purster Internet-Terror" ist.

Unter www.ovp.at findet der Surfer zunächst das ÖVP-Logo, dazu den Text "Wegen Überfremdung geschlossen! Sie werden in wenigen Sekunden zum neuen Besitzer umgeleitet". Kurz danach landet er bei www.fpo.at, wo sich unter dem FPÖ-Logo neben einer Regierungserklärung, Parteiprogramm und Lebensläufen der freiheitlichen Minister auch eine "Stellungnahme zur gefälschten Webpage" findet. "Diese Seite wurde mit der Absicht ins Netz gestellt, unserem Ruf Schaden zuzufügen", ist auf der Fälschung zu lesen und weiter: "Unsere Reaktion war eindeutig: Wir haben sofort Anzeige gegen das Wiederbetätigungsgesetz erstattet (nein, nicht gegen uns, gegen die ANDEREN). Wir haben uns sehr geärgert (...) doch da wir jetzt den Innenminister stellen, wird sich das ohnehin bald ändern!!!!"

FPÖ-Geschäftsführer Westenthaler: "Die internationalen Medien kommen auf diese Seite, weil viele das "Ö" nicht kennen, und lesen dort die Nazi-Inhalte. Wir waren bei der Meldestelle des Innenministeriums (noch unter SP-Minister Schlögl, Anm. d. Red.) -das ist das Salzamt schlechthin, die haben nur mit den Schultern gezuckt."

Laut nic.at-Chef Herbert Vitzthum gehören die Internet-Adressen www.ovp.at und www.fpo.at einem gewissen Alan Lockwood, wohnhaft in 54 South Elliot Place, US 11217 New York. Die FPÖ bezweifelt dessen Existenz. Vitzthum kämpferisch: "Wir haben eine Kopie des Reisepasses. Domains löschen wir nur, wenn uns das Gericht dazu zwingt!"

Die erste FPÖ-Klage wurde abgewiesen. Begründung des Handelsgerichts: Der Inhalt sei zwar kreditschädigend, das habe aber mit der Domain-Vergabe nichts zu tun." Inzwischen hat die FPÖ beim Landesgericht Wien einen neuerlichen Antrag auf Unterlassung und Beseitigung gestellt. Eine Entscheidung wird aber erst in einigen Wochen fallen.

17 Prozent der heimischen Manager spüren bereits Auswirkungen der EU-Blockade

In einer vom Wirtschaftsmagazin GEWINN unter heimischen Spitzenmanagern durchgeführten Umfrage, haben 17 Prozent angegeben, dass sich "die Ressentiments der EU-Staaten gegen Österreich spürbar auf das Unternehmen ausgewirkt haben". Ein Fünftel davon ortet bereits finanzielle Einbußen, ein weiteres Fünftel "Imageprobleme", der Rest lediglich einen "erhöhten Erklärungsbedarf" bei ausländischen Geschäftspartnern. Der Chef der Wiener Kunst Auktionen Otto Hans Ressler rechnet mit Umsatzeinbußen von zehn bis 15 Millionen Schilling. Vor allem die amerikanischen Jugendstil-Sammler seien praktisch nicht mehr vorhanden.

Zwtt.: Engländer beteiligen sich an den Gasometern

Oliver Coutinho (ALAG) und Erwin Krause (Zwerenz & Krause) haben sich für ihr 720 Millionen Schilling teures Shopping- und Entertainmentprojekt in den Gasometern einen starken ausländischen Partner an Bord geholt. Wie das Wirtschaftsmagazin GEWINN berichtet, haben Coutinho und Krause 50 Prozent ihrer Projektgesellschaft an den britischen Beckwith-Europa-Fonds verkauft. Die meisten Anleger des Beckwith-Fonds kommen aus Übersee. "Große amerikanische Pensionsfonds, die sowohl in der EU wie auch in den Reformländern investieren wollen", so Krause. Für Immobilieneinkäufe in Europa stünden rund eine Milliarde US-Dollar zur Verfügung.

Internet-Aktien werden weiter boomen

Optimistisch gibt sich John Pullar-Strecker, Manager des britischen Aberdeen International Technology Fund, des weltweit erfolgreichsten Technologiefonds, im Exklusivinterview mit dem Wirschaftsmagazin GEWINN. Laut Pullar-Strecker werden Internet-Aktien weiter boomen. Es wären zwar geringfügige Kurskorrekturen zu erwarten, immer mehr Unternehmen würden aber begreifen, daß Shops und Internet zwei Handelsformen sind, die sich künftig ergänzen und verstärken werden. Als Beispiel nennt Pullar-Strecker die US-Textilkette GAP, die mit einer eigenen Internet-Seite für Baby-Kleidung - babygap.com - das Internet gezielt für Nischenprodukte einsetzt, die für ein Retailer-Netz zu klein wären. Trotzdem setzt der Aberdeen International Technology Fund derzeit noch überwiegend auf Infrastrukturanbieter wie Ericsson, Nokia und Sun Microsystems. "Wir glauben, dass diese Firmen noch länger besser verdienen werden als der E-Commerce-Bereich", so Pullar-Strecker.

Polnische Werbeagenturen als heißer Aktientip

An der Warschauer-Börse entwickeln sich Medien und Werbeagenturen zu absoluten Highflyers. Wie das Wirtschaftsmagazin GEWINN in seiner März-Ausgabe berichtet, konnten Anleger in den letzten Monaten mit polnischen Medien-Aktien Gewinne bis zu 300 Prozent einstreifen. In Polen wird jährlich bereits mehr als eine Milliarde US-Dollar für Anzeigen ausgegeben. Neben vielen westlichen Verlagshäusern konnten sich auch einige polnische Unternehmen etablieren. Der größte nationale Verlag Agora lukriert mittlerweile 45 Prozent alle Printmedien-Anzeigen. Der Aktienkurs von Agora hat sich seit Oktober letzten Jahres verdreifacht.

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