Glawischnig: Ministerin Sickl muß Genmais-Anbau verhindern

Grüne überlegen dringliche Anfrage wegen möglicher Freisetzung von gentechnisch verändertem Mais

Wien (OTS) "Das erste umwelt- und konsumentenschutzpolitische Desaster der neuen Bundesregierung zeichnet sich schon ab. Eine völlig ahnungslose und überforderte Ministerin Sickl hat bis heute nicht auf die Beschlüsse des EU-Ausschusses für Saatgut reagiert und nun drohen die ersten Freisetzungen von gentechnisch verändertem Mais in Österreich", warnt Eva Glawischnig, die Umweltsprecherin der Grünen. "Gerade für die FPÖ und ihre Ministerin Sickl bedeutet das Vorgehen in dieser Sache einen Offenbarungseid in Sachen Gentechnik", so Glawischnig.

Österreich, erinnert Glawischnig, hat bereits in der Vergangenheit nach Art. 16 der EU-Freisetzungsrichtlinie 90/220 ein Import- und Anbauverbot von gentechnisch verändertem Mais der Firma Ciba-Geigy (jetzt Novartis) verhängt. Im Falle der Maissorte "Chardon LL T25" der Firma AgrEvo, die heuer ausgesetzt werden könnte, blieb die Bundesregierung aber bis dato untätig.

Noch am 28.9.1999 antwortete die FPÖ auf die sogenannte Umweltgarantie der österreichischen Umweltorganisationen wie folgt:
”Gentechnisch veränderte Pflanzen richten ungeheure und irreparable Schäden an Flora und Fauna an. Darum lassen wir Freiheitliche es nicht zu, dass in Österreich gentechnisch veränderte Lebensmittel angeboten werden. Wir fordern ein fünfjähriges Freisetzungsmoratorium für gentechnisch veränderte Pflanzen und ein Klonverbot”.

"Wo bleibt die Ministerin, wo bleiben die Wahlversprechungen der FPÖ? Sollte die Ministerin weiter untätig bleiben und in Ihrer Agonie verharren, überlegen die Grünen noch diese Woche eine dringliche Anfrage hinsichtlich eines Importverbotes gem. Art.16 der EU-Freisetzungsrichtlinie einzubringen. Die FPÖ hat gerade in der Vergangenheit immer von der früheren Regierung die Anwendung eben dieses Artikels 16 eingefordert. Es ist einfach ekelhaft wie hier mit den UnterzeichnerInnen des Gentechnik-Volksbegehrens umgesprungen wird", schließt Glawischnig.

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