"profil": Lainzer Tunnel: Gutachter fordert zweite Röhre

Zwei neue Gutachten halten "Lainzer Tunnel" in geplanter Form für ein Sicherheitsrisiko

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in
seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, könnte
der Bau des "Lainzer Tunnels" ein Sicherheitsrisiko
darstellen. "profil" zitiert aus zwei neuen Gutachten vor,
in denen das geplante unterirdische Bauwerk als zu
riskant eingestuft wird.

Wie "profil" berichtet, baut die Hochleistungsstrecken AG
(HL AG) kurz vor Wien einen fast 30 Kilometer langen
Schacht Ð bestehend aus "Lainzer Tunnel" und
"Wienerwald Tunnel". In sechs Jahren sollen die Tunnel
täglich von rund 200 Zügen mit bis zu 160 km/h passiert
werden. Einer der Gutachter, der internationale
Tunnelbau-Experte Arturo Schatzmann, plädiert für eine
Neuplanung des Bauvorhabens. Schatzmann: "Auf die
einzige, zweigleisige Tunnelröhre ist zu verzichten. Die Tunnelanlage soll aus zwei eingleisigen Tunnelröhren
bestehen."

Wenn im geplanten Tunnel zwei entgegenkommende Züge zusammensstoßen und ein Brand ausbreche, müssten die
Passagiere durch bis zu 80 Meter hohe Rettungsschächte
ins Freie flüchten, führt Schatzmann in "profil" weiter aus.
Diese Schächte seien aber auch der einzige Weg für
Rettungs- und Bergekräfte, um zu einer allfälligen
Unfallstelle zu gelangen. Erfahrungsgemäß könnten sich bei
einem Unfall dieser Größenordnung etwa 10 Prozent der
betroffenen Personen aber nicht selbst in Sicherheit
bringen. Der Projektleiter der HL AG, Nobert Ostermann,
will sich laut "profil" zu den neuen Gutachten nicht
äußern, weil man sich gerade in einem
Mediationsverfahren befinde.

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