Sichere und natürliche Kinderspielplätze in NÖ

LHStv. Prokop und LR Sobotka berichten über neue Initiativen

St.Pölten (NLK) - "Nach einer Untersuchung im Sommer des vergangenen Jahres wurden Mängel an niederösterreichischen Kinderspielplätzen festgestellt. Jetzt besteht Handlungsbedarf, und wir haben gemeinsam mit der NÖ Baudirektion und den Gemeindevertreterverbänden die Aktion ‚Sicherer Kinderspielplatz‘ ins Leben gerufen", berichtete Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop im Rahmen einer Pressekonferenz. In Niederösterreich gibt es 2.000 Kinderspielplätze, die meist im Besitz der Gemeinden stehen, von diesen errichtet wurden und für deren Erhaltung zuständig sind. Im Rahmen der Aktion wird nunmehr eine Beratung durch technische Sachverständige der fünf NÖ Gebietsbauämter angeboten. Ab Juni können die Techniker angefordert werden. "Bei der Beratung wird aber nicht nur auf Sicherheit, sondern auf Kindgerechtigkeit der Kinderspielplätze Wert gelegt. Wer seine Spielplätze entsprechend gestaltet, erhält vom Land ein eigenes Gütesiegel", ergänzte Prokop. Für derartige Gütesiegel stellt das Land 200.000 Schilling zur Verfügung. Es wird geschätzt, dass rund ein Fünftel (400) der niederösterreichischen Kinderspielplätze auszeichnungswürdig sind.

Eine Erweiterung des Spielplatzgedankens präsentierte Landesrat Wolfgang Sobotka. Der Wettbewerb "Spiel-T-Räume 2000" zielt darauf ab, dass Gemeinden oder Eltern, Schulen oder Kindergärten sowie Vereine oder andere Institutionen Modellprojekte im Sinne der "Spiellandschaft NÖ" und der Aktion "Natur im Garten" durchführen. Der neue Wettbewerb geht davon aus, dass Kinder ihre Umwelt spielerisch entdecken und erobern wollen, dass aber nur wenige Kinderspielplätze, wie sie sich heute präsentieren, Kinder wirklich zum Spielen anregen und herausfordern. Ein naturnaher Spielraum bietet aber diese Möglichkeiten. "Wir wollen mit diesem Wettbewerb unseren Kindern diesen naturnahen Spielraum wieder zur Verfügung stellen", beschreibt Landesrat Sobotka die Wettbewerbsziele.

Der "Spiel-T-Raum-Preis 2000" ist mit 400.000 Schilling dotiert. Um diesen Preis zu erlangen, ist es notwendig, einen naturnahen Spielraum für die Altersgruppe bis 16 Jahre zu planen und die Fläche mit naturnahen Elementen - Spielhügel und Mulden, Nischen aus Büschen zum Verstecken, ein Labyrinth aus Sträuchern und Bäumen, Weidenhäuschen, Duftinseln mit Blumen und Kräutern, große Sandspielbereiche etc. - auszustatten. "Die Kinder brauchen mehr denn je eine Umwelt, die zum Spielen anregt sowie abenteuerlich, spannend und vielfältig ist. Nur ein naturnaher Spielraum bietet all diese Möglichkeiten", stellte Sobotka fest.

Ausschreibungsunterlagen für diesen Wettbewerb gibt es beim Verein Spiellandschaft NÖ, Telefon 01/5954711.

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