AKNÖ: Scharfe Kritik von Dirnberger an Staudingers Wahlkampfstart

FSG hat jahrelang zu Belastungen für die Arbeitnehmer geschwiegen

Wien (OTS) - Scharfe Kritik übt AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) am heutigen Wahlkampfstart von AK-Präsident Josef Staudinger. "Bei aller persönlicher Wertschätzung für den Menschen Staudinger, muss seine bisherige Politik und die der FSG in den Neunzigerjahren gegenüber den Regierungen als zu leise, zu unkonkret, zu langsam und zu ineffizient kritisiert werden", stellt Dirnberger klar.

Wenn Staudinger nun z.B. "eine Kampfansage gegen Lohn- und Sozialdumping und gegen arbeitsrechtliche Rückschritte" ankündigt, stellt sich die Frage, warum er nicht schon längst etwas gegen diese seit Jahren andauernde Entwicklung getan hat", fragt Dirnberger. Noch nie seien die Löhne, Gehälter und Arbeitsbedingungen so weit auseinandergeklafft, wie nach Jahrzehnten sozialdemokratischer Sozialpolitik. Jetzt, wenn es keine SPÖ mehr in der Bundesregierung gibt, hat Staudinger den Mut ungerechte Entwicklungen zu kritisieren, meint Dirnberger zu Staudingers heutigen Muskelspiel beim Wahlkampfauftakt in St. Pölten.

Drei Fragen an Staudingers SP-Gewerkschafter

"Ich habe immer, egal ob gegenüber Ministern der ÖVP, der SPÖ, z.B. Farnleitner oder Edlinger, die Anliegen der Arbeitnehmer vertreten. Wo aber waren Staudinger und die FSG, wenn es

1. gegen die massive Benachteiligung der Verkäuferinnen gegangen ist. Seine SP-Gewerkschafter haben bis heute nicht einmal vernünftige Arbeitszeiten erreichen können, in den sozialdemokratisch dominierten Jahren kam Arbeit auf Abruf immer mehr in Mode.

2. Wo war Staudinger als es Kritik von mir an Ruttensdorfer und Edlinger - und genauso an Farnleitner - wegen des überhöhten Benzinpreises gab, an dem der Finanzminister wegen der Steuern und Abgaben besonders großes Interesse hatte, Staatssekretär Ruttensdorfer seine Rückkehrmöglichkeiten in die OMV wahren wollte?

3. Wo war Staudinger, als es um eine Verbesserung bei der Abfertigung gegangen ist? Er und die SP-Gewerkschafter waren gegen unseren Vorschlag des Rucksackmodells und haben so eine Verbesserung für hunderttausende Arbeitnehmer, die nun auf Druck des ÖAAB ins Regierungsprogramm aufgenommen wurde, um Jahre verzögert.

AK braucht neuen Schwung an der Spitze - daher absolute SP-Mehrheit brechen

"Was die AK in Niederösterreich für eine durchschlagskräftige Vertretung der Arbeitnehmer am Beginn des neuen Jahrhunderts braucht, ist ein neuer Schwung an ihrer Spitze. Das ist nur durch das Brechen der absoluten Mehrheit der SP-Gewerkschafter möglich", kündigt Dirnberger einen heißen Wahlkampf an.

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