Im Donaukorridor von Wien nach München in 3 Stunden - BILD (web)

ÖBB und DB vereinbaren den Ausbau der Westbahn

Wien (öbb). Die Verkehrsminister aus Deutschland und Österreich beschlossen, die grenzüberschreitenden Eisenbahnstrecken im sogenannten Donaukorridor in ihrer Leistungsfähigkeit zu verbessern. Zum Donaukorridor zählen die Strecken München - Salzburg - Wien und Nürnberg - Passau - Wien. Ergänzend dazu vereinbarten ÖBB und DB in einem Memorandum die Reise- und Transportzeiten entlang des Donaukorridors zu verkürzen und die Transportkapazitäten zu steigern.****

Der Ausbau des Donaukorridors hat für Gesamtösterreich grundlegende Bedeutung: Neben der infrastrukturellen Erschließung auf dem Korridor Nürnberg-Wien-Budapest ist die Donauachse als Teil der Magistrale Paris - Budapest für die Anbindung Österreichs an den europäischen Wirtschaftsraum von hoher ökonomischer Relevanz.

Kundennutzen und Kantenzeiten

Durch konkurrenzfähige Reisezeiten zum Flugzeug und durch herausragenden Komfort in neuen Zügen wollen die ÖBB die Geschäftsreisenden als Kunden gewinnen. Möglich wird dies mit einer Spitzengeschwindigkeit von 200 km/h und folgenden Reisezeiten:

Wien - München ß 3 Stunden
Wien - Salzburg ß 2 Stunden
Wien - Linz ß 1 Stunde

Investitionsoffensive entlang der Westbahn

Rund 70 Mrd. ATS fließen in den viergleisigen Ausbau der Westbahn von Wien nach Salzburg. Das Projekt umfaßt die Modernisierung der Bestandsstrecken, den viergleisigen Ausbau, die Errichtung von Güterterminals und die Modernisierung der Bahnhöfe im Rahmen der ÖBB-Bahnhofsoffensive. 2010 soll der Großteil der Bauvorhaben umgesetzt sein, rund ein Viertel der Neu- und Ausbaumaßnahmen sind bereits fertig.

Bahnhofsoffensive

Entlang der Westbahn nehmen die Bahnhöfe Wels, Linz, Salzburg und Innsbruck bereits konkrete neue Formen an. Die Reise beginnt bereits vor der Zugabfahrt. Durch optimale Anbindung der Bahnhöfe an öffentliche Verkehrsmittel und Park & Ride Anlagen gelangen Bahnreisende schneller und einfacher ans Ziel.

Bahnhof Wels
Derzeit trennt die breite Gleisanlage des Bahnhofes die Stadt in zwei Hälften. Der neue Bahnhof verfolgt mit einer durchgängig hellen Halle ein integratives Gesamtkonzept, das die Gleisanlage brückenförmig überdacht. Die Projekteinreichung erfolgt im Sommer 2000. Das Projekt des Architektenteams Luger und Maul aus Wels wird 2004 fertig werden.

Bahnhof Linz
Der Linzer Hauptbahnhof ist einer der frequenzstärksten in ganz Österreich. Nach dem anfänglichen Plan, die alte Struktur des Bahnhofs zu erhalten, wird nun ein eigenständiger Neubau errichtet. Zusammen mit der neuen Nahverkehrsdrehscheibe wird das Aufnahmegebäude zu einem hellen, übersichtlichen Gesamtbauwerk verschmolzen. Nach Abschluß der behördlichen Verfahren mit dem Neubau 2001 begonnen werden. Das Projekt soll von Prof. Wilhelm Holzbauer durchgeführt werden. Die Fertigstellung des Gesamtgebäudes ist 2005 geplant.

Bahnhof Salzburg
Der neue Salzburger Hauptbahnhof zeichnet sich durch ein harmonisches Miteinander von moderner Architektur und historischer Bausubstanz aus. Die beiden Stadtteile Schallmos und Elisabethvorstadt werden durch eine breite unterirdische Passage miteinander verbunden. Die denkmalgeschützte Bausubstanz bleibt erhalten. Baubeginn des Projekts von Architekt Kada aus Graz ist 2001. In nur 3 Jahren soll der Bahnhof fertiggestellt sein.

Bahnhof Innsbruck
Der Innsbrucker Hauptbahnhof wird komplett neu gebaut und die berühmten Max-Weiler-Fresken in den modernen Neubau integriert. Das Projekt der Architekten Riegler und Riewe aus Graz wird im Mai 2000 bei der Behörde eingereicht. Bis 2003 soll der Bahnhof fertiggestellt sein.

Qualitätsoffensive Personenverkehr
Die neuen Fahrzeiten, Triebwagen, Bahnhöfe und die bis zu 200 km/h befahrbare viergleisige Westbahn öffnen das Leistungsangebot der Bahn für völlig neue Kundenschichten. Die ÖBB werden vor allem auf dem umkämpften Markt der Tagesrandverbindungen eine kräftige Frequenz-und Umsatzsteigerung verzeichnen. Geschäftsreisende sollen den Zug als mobiles Büro mit höchstem Komfort nutzen. Vom Internetanschluß über den durchgehenden Handyempfang bis zu modernsten Informationssystemen an Bord werden die neuen Triebzüge alle Stücke spielen.

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